Nach einigen Wochen mit Kaufüberhängen in unseren für den Newsletter aufbereiteten Depotausschnitten, stellte sich in der Berichtswoche wieder ein deutlicher Verkaufsüberhang ein.
Denn vom Umsatz in Woche Nr. 33 in Höhe von 1,92 Mio. Euro entfielen 0,77 Mio. auf Käufe und 1,15 Mio. auf Verkäufe.
Unser Schaubild zeigt für die einzelnen Kategorien: Verkaufsüberhänge bei Aktien, Anleihen und Fonds, und einen Kaufüberhang bei Derivaten.
Der für den Newsletter der Woche Nr. 33 vom 10. bis 14. August 2026 zur Verfügung gestellte Depotausschnitt übertrifft mit einem Volumen in Höhe 113,64 Mio. Euro die berücksichtigten Assets under Management der Vorwoche Nr. 32, die sich auf 78,88 Mio. Euro beliefen.
Zwar war damit das Volumen höher, aber die Umsatzquote war ein wenig tiefer. Denn in der Vorwoche lag diese bei 1,88 Prozent, in der Berichtswoche bei 1,69 Prozent.
In der für den Ausschnitt der Woche 33 vorliegenden Käufeliste ist der iShares MSCI World Quality Dividend Advanced UCITSETFUSD (Dist) (WKN: A2DRG5) verzeichnet. Dieser ETF bildet den MSCI World High Dividend Yield Advanced Select Index nach, der Unternehmen aus 23 entwickelten Volkswirtschaften enthält, die überdurchschnittliche und konstant hohe Dividenden ausschütten. Zugleich werden die Titel nach ESG-Kriterien selektiert.
Der Mutterindex ist der MSCI World Index, der Unternehmen entwickelter Märkte mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung enthält und damit nach Angaben des Indexanbieters „rund 85 % der nach dem Streubesitz gewichteten Marktkapitalisierung in jedem Land“ abbildet. Das führt derzeit zu 1.282 Konstituenten in diesem Index.
Auf der Verkaufsliste der Berichtswoche steht der Amundi MSCI World ESG Selection UCITSETF Acc. Eine Vermögensverwaltung veräußerte Anteile dieses Fonds mit erheblichem Kursgewinn. Der ETF hat in Euro über 3 Monate um 9 Prozent zugelegt, über 6 Monate und seit Jahresbeginn um rund 17 Prozent, über 1 Jahr um 27 Prozent und über 3 Jahre um 68 Prozent.
Eine Erklärung dieser Kursdynamik ergibt sich bereits aus den ersten Fünf der Titel gemäß Gewichtung in diesem Fonds: 1) NVIDIA Corp., 5,12%; 2) Microsoft Corp. 4,25%; 3) AMD3,16%; 4) ASML Holding NV2,55%; 5) Alphabet, Inc. A 2,42%.
Es handelt sich auch noch unter den ersten Zehn um Unternehmen mit sehr großer Marktkapitalisierung, wobei IT-Titel, die seit geraumer Zeit insbesondere von KI-Erwartungen profitieren, am häufigsten vertreten sind.
Allerdings hat dieser ETF auch eine Bremse: Er deckelt über den nachzubildenden Index die Maximalgewichte bei 5 Prozent.
Vom Umsatz in unserem Depotausschnitt für die Berichtswoche Nr. 32 vom 3. bis 7. August in Höhe von 1,48 Mio. Euro entfielen 0,98 Mio. Euro auf Käufe und 0,51 Mio. auf Verkäufe. Damit sahen wir wie in den letzten Vorwochen wieder einen Kaufüberhang.
In der Berichtswoche entstand zudem in jeder Kategorie, die wir in unserem Schaubild berücksichtigen, Umsatz.
Im Umsatzranking der Woche lagen Aktien mit 0,76 Mio. Euro vorne, gefolgt von Fonds mit 0,44 Mio., Anleihen mit 0,15 Mio. und Zertifikaten mit 0,13 Mio. Euro.
Dem Newsletter der Woche Nr. 32 vom 3. bis 7. August 2026 liegen Assets under Management in Höhe von 78,88 Mio. Euro zugrunde. Dieser Ausschnitt der Depots, die firstfive beobachtet, ist damit etwas kleiner als in den Vorwochen. Bei einer leicht unter dem langfristigen Durchschnitt liegenden Umsatzquote von 1,88 Prozent generierten die erfassten Vermögensverwaltungen mit ihren Wertpapiertransaktionen in der 32ten Woche einen Umsatz in Höhe von 1,48 Mio. Euro.
In der Käufeliste der 32. Berichtswoche befand sich der VanEck Rare Earth and Strategic Metals UCITSETF (WKNA3CRL9).
Der 2021 aufgelegte Fonds versucht, den MVIS Global Rare Earth/Strategic Metals Index bei einer Gesamtkostenquote von 0,59 Prozent physisch vollständig nachzubilden.
Dieser Index wird von MarketVector Indexes angeboten; das Unternehmen kürzt sich MVIS ab. Es darf deshalb auf keinen Fall mit dem Spezialisten für Laserscan-Technologie und LiDAR-Sensoren MicroVision, Inc. verwechselt werden, der gleichfalls das Kürzel MVIS verwendet.
Seit einigen Jahrzehnten hat man u.a. aus ökologischen, aber auch aus verschiedenen technischen Gründen in Deutschland Holzschwellen für Bahnschienen nach und nach ersetzt.
Einer ausführlichen Antwort auf eine Anfrage im Deutschen Bundestag von 2021 (Drucksache 19/31140) ist zu entnehmen, dass Betonschwellen für Gleisbetten in Deutschland zu diesem Zeitpunkt bereits rund 81 Prozent ausmachten, Holzschwellen 11 Prozent, Stahlschwellen 6 Prozent, Feste Fahrbahn 2 Prozent und Kunststoffschwellen 0,1 Prozent.
Im Bereich von Weichen waren indessen immer noch 49 Prozent Holzschwellen und 46 Prozent Betonschwellen verbaut.
Die Anfrage kreiste vor allem um Umweltfragen, u.a. Recycling, jedoch insbesondere auch um kreosotimprägnierte Holzschwellen.
In der Berichtswoche Nr. 31 vom 27. bis 31. Juli betrug der Umsatz in unserem Depotausschnitt 4,38 Mio. Euro, wovon 3,29 Mio. auf Käufe und 1,09 Mio. auf Verkäufe entfielen. Das war die zweite Woche in Folge mit Kaufüberhang. Im Monat Juli, der mit der Berichtswoche endete, sahen wir in den vier Vollwochen (die also nur Julitage abdeckten, in Woche 27 waren auch noch Junitage enthalten) dreimal Kaufüberhang, einmal Verkaufsüberhang.
In der Berichtswoche summierte sich der Umsatz im Aktiensegment auf 3,58 Mio. Euro, der Umsatz im Fondssegment auf 0,80 Mio. Euro. Stücke von Anleihen wurden nicht gehandelt, Derivate standen ebenfalls keine in unserer Wochenhandelsliste. Ansonsten standen in den anderen drei Juli-Vollwochen jeweils Aktien, Anleihen und Fonds in den Handelslisten, jedoch keine Derivate.
Diese Überschrift bezieht sich selbstverständlich nur auf jenen Depotausschnitt, der für der Newsletter zur Verfügung gestellt wurde. In der zugrundeliegenden Grundgesamtheit könnte es anders aussehen. Und auf den vielen möglichen übergeordneten Ebenen (Vermögensverwalter, alle Anleger, Deutschland, Europa, Welt usw.) ebenfalls, aber die prüfen wir hier nicht.
In unserem Depotausschnitt, der ein Volumen von 163,93 Mio. Euro erfasst, betrug der Umsatz durch Käufe und Verkäufe von Wertpapieren 4,38 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine Umsatzquote von 2,67 Prozent, die über dem langfristigen Durchschnitt von 2 Prozent liegt. Und das ist gemeint mit „überdurchschnittliche Handelsaktivität.“