Die Renk Group AG (WKN: RENK73) mit Hauptsitz in Augsburg steht für das klassische deutsche Industriemodell. Sie hat auch den typischen Ursprung: Der Gründer war gelernter Dreher und von…
Keurig Dr Pepper – Gilt auch hier: Das Ganze ist weniger als die Summe seiner Teile?
Auf unserer Handelsliste der Berichtswoche steht ein Verkauf von Aktien des in Frisco, Texas, beheimateten Getränke-Spezialisten Keurig Dr Pepper. Das Unternehmen schreibt in der Kurzvorstellung auf der Homepage über sein Geschäftsfeld: „Keurig Dr Pepper ist ein weltweit führendes Getränkeunternehmen mit einem Portfolio von mehr als 150 eigenen, lizenzierten und Partnermarken und leistungsstarken Vertriebskapazitäten, um ein Getränk für jeden Bedarf und jederzeit und überall bereitzustellen.“ Weiter heißt es dort, dass man eine Vielzahl von Getränkekategorien führe, darunter Softdrinks, Kaffee, Wasser, Tee und Mixgetränke.
Keurig Dr Pepper (KDP) hat – nach der Einigung im Sommer 2025 – in diesem Jahr den Kaffee– und Teeherstellers JDE Peet’s einverleibt. Diese Übernahme steht im Kontext einer grundlegenden Umstrukturierung des Gesamtunternehmens. Denn nach der im April 2026 abgeschlossenen Fusion steht Anfang 2027 eine Fission auf dem Programm: entlang einer produktkategorialen Differenzlinie soll KDP in zwei separate, börsennotierte Unternehmen differenziert werden: In eine Aktiengesellschaft für die weltweit operierende Kaffeesparte („Arbeitsname“: Global Coffee Co). Und in eine Aktiengesellschaft für die auf Nordamerika fokussierte Erfrischungsgetränkesparte (Beverage Co.).
Rechtlich handelt es sich um eine Abspaltung. Denn die bisherige Aktiengesellschaft KDP wird als rechtlicher Rahmen für die Kaltgetränkesparte weiterexistieren, wenn auch sicherlich unter anderem oder modifiziertem Namen.
Dem Depotausschnitt für den Newsletter der Woche 40 liegen Assets under Management im Wert von 113,65 Mio. Euro zugrunde. Damit ist der Ausschnitt für die Berichtswoche kleiner als in der Vorwoche, aber etwas größer als in den Wochen zuvor.
Die Vermögensverwaltungen des aktuellen Ausschnitts setzten mit ihren Wertpapier-Käufen und –Verkäufen vom 28. September bis 2. Oktober 1,22 Mio. Euro um. Daraus errechnet sich eine Umsatzquote in Höhe von 1,07 Prozent, womit diese Quote deutlich geringer ist als in den Wochen zuvor.
Denn die Handelsquote lag in den Vollwochen des Monats September dreimal modert über und einmal exakt auf dem langfristigen Durchschnittswert von 2 Prozent. Der gewichtete Durchschnitt im dritten Quartal betrug 2,2 Prozent.
Ein Kauf in unserem Handelsausschnitt der Berichtswoche betraf die Aktie von Constellation Energy.
Bevor wir darauf eingehen, möchten wir uns kurz die Entwicklung von Aktienindizes des Energiesektors und auch im Versorgerbereich im dritten Quartal ansehen.
Im soeben beendeten Quartal zählte der Energie-Sektor zu den Kurs-Hauptgewinnern auf dem Aktienmarkt. Im Stoxx Global 1800, der Aktien der entwickelten Volkswirtschaften abbildet und bei dem man sich die Kurssteigerung auch problemlos in Euro anzeigen lassen kann, steigerte sich in dieser Währung der Subindex „Energy“ über drei Monate um annähernd 14 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 36 Prozent. Zuwächse in diesen Größenordnungen (teilweise noch einige Prozentpunkte mehr) waren auch in Subindizes von breiten Aktienindizes in den USA und in Europa zu beobachten.
Der Amundi Multi-Asset Portfolio UCITSETF (ETF701) erschien zwar in den letzten drei Monaten nicht prominent in unseren Top-Listen, der Fonds ist aber dennoch in unserer Handelsliste für das soeben abgelaufene Quartal verzeichnet. Als Fonds mit großer Diversifikation über Räume und klassische Assetklassen, repräsentiert er jedoch die Entwicklung an den Kapitalmärkten in den letzten drei Monaten besser als die meisten anderen Wertpapiere.
Der Amundi Multi-Asset Portfolio UCITSETF ist ein Dachfonds, der in ETFs verschiedener Art investiert, woraus sich ein global diversifiziertes Aktien-Renten-Rohstoff-Portfolio ergibt. Das Portfolio hat eine fixe Ausgangsallokation: 60 Prozent Aktien, 30 Prozent Anleihen und 10 Prozent Rohstoffe. Diese Allokation ändert sich jedoch in der Regel mit der Zeit durch die Marktbewegungen, weshalb alle 12 Monate ein Rebalancing durchgeführt wird. Mit anderen Worten: Jedes Frühjahr wird die Anfangsgewichtung wiederhergestellt.
Im Aktienportfolio des Fonds sind Titel aus entwickelten Ländern wie auch aus Schwellenländern enthalten, räumlich ist es global diversifiziert. Demgegenüber ist das Rentenportfolio auf Europa und die USA beschränkt. Im kleineren Rohstoffkorb sind Edel– und Industriemetalle sowie Energierohstoffe enthalten – auch der ist somit global ausgerichtet.
Vom Umsatz in der Woche Nr. 40 vom 28. bis 02. Oktober in Höhe von 1,22 Mio. Euro entfielen 0,73 Mio. auf Käufe und 0,49 Mio. auf Verkäufe. Wie in der Vorwoche stellte sich in unserem Depotausschnitt also ein Kaufüberhang ein. Damit fügte sich die Woche in das Muster des Monats September ein, in dem volumenmäßig die Käufe überwogen.
Der Wochenumsatz wurde größtenteils vom Aktiensegment getragen. Dieses kam auf ein Handelsvolumen von 0,90 Mio. Euro. Es folgten Fonds mit 0,28 Mio. Euro und Anleihen mit 0,04 Mio. Euro.
Wie schon in der Vorwoche stellte sich in dem von uns erfassten Depotausschnitt für die Woche 39 ein Kaufüberhang ein: Die für den Newsletter berücksichtigten Vermögensverwaltungen kauften mit 1,16 Mio. Euro mehr Wertpapiere als sie verkauften (0,51 Mio.).
Der insgesamte mit diesem Handel generierte Umsatz in Höhe von 1,67 Mio. Euro verteilte sich auf Aktien (0,94 Mio. Euro), Anleihen (0,40 Mio.), Fonds (0,31 Mio.) und Derivate (0,02 Mio.).
Während im Handel mit Aktien und Derivaten die Verkäufe betragsmäßig größer waren, sahen wir bei Anleihen (nur Käufe) und Fonds Kaufüberhänge.
Die Umsatzquote im Newsletter-Depotausschnitt für die Berichtswoche Nr. 39 belief sich auf 2,38 Prozent; sie lag damit etwas über dem Wert in der Vorwoche (2,22 %) und auch über dem langfristigen Durchschnitt von 2 Prozent, wie wir für unregelmäßige oder zufällige Leser des Newsletters regelmäßig betonen – ohne die regelmäßigen Leser damit langweilen zu wollen.
Die seit Jahresbeginn kumulierte Umsatzquote belief sich am Freitag nach Wochen-Handelsschluss auf 80,79 Prozent. Weil im Vorjahr die Handelsquote in Woche 39 relativ hoch war, hat sich der Vorsprung der aktuellen kumulierten Quote reduziert: In Woche 39 im Vorjahr betrug der kumulierte Umsatz 77,23 Prozent.
In der Berichtswoche investierte eine Vermögensverwaltung unseres Depotausschnitts in eine im April 2026 emittierte Bundesanleihe (BU2213), die am 14. Juni 2028 fällig wird. Der Kupon der Anleihe beträgt 2,5 Prozent, der Preis am 29.9.2026 stand bei 98,753 Prozent, was nach Berechnung der Deutschen Börse einer Rendite von 3,254 Prozent entspricht.
Da für diese Anleihe nur ein Chart für die Kursentwicklung verfügbar ist, ist es für die Betrachtung der zeitlichen Renditeentwicklung besser, wenn man auf eine 2-jährige Bundesanleihe schaut, für die auch Renditecharts vorliegen.
In der Berichtswoche befand sich ein Verkauf von AT&S-Aktien in der Handelsliste unseres für den Newsletter aufbereiteten Depotausschnittes.
Das „Industriemagazin“ aus Österreich hob am 29.9.2026 in einem Artikel („AT&S überholt Lenzing und FACC: Der erstaunliche Aufstieg zum Reputationsführer“) bereits eingangs hervor, dass das Rampenlicht der Medien nicht gleichbedeutend mit einer guten Reputation sei. Und recht hat das Magazin, denn Skandalöses, das den Ruf ruiniert, findet medial meist reißenderen Absatz als Tugendhaftes oder Reputationsförderliches.
Das Industriemagazin bezieht sich auf den aktuellen Reputations-Report der österreichischen Industrie: „Einige der sichtbarsten Konzerne des Landes kommen auf Tausende mediale Erwähnungen – für einen Spitzenplatz im Ranking reicht deren Reichweite allein jedoch nicht. Entscheidend ist vielmehr, mit welchen Themen ein Unternehmen öffentlich wahrgenommen wird und wie positiv oder negativ diese Berichterstattung ausfällt.“