In der Berichtswoche wurde wenig gehandelt, aber relativ gesehen noch weniger gekauft, denn zwei Drittel des Umsatzes gingen auf das Konto des Verkaufs.
Mit müden 18 Transaktionen, einem Anteil von 2,1 Prozent der gemeldeten Depots und einem Volumen von lediglich 2,57 Mio. Euro lag der Umsatz in der von Feier– und Brückentag verkürzten Dreitages-Berichtswoche im langfristigen Tiefenrekordbereich.
Drei seltene und daher spezifische Charakteristika der Berichtswoche sind an dieser Stelle im Zusammenhang mit den getätigten Kaufentscheidungen anzumerken. Erstens waren die meisten Käufe der Berichtswoche Top-Käufe, eben weil es so wenige Käufe gab.
Bei den Verkäufen ging es etwas munterer zu als bei den Käufen: Hier verzeichnen die uns zugesandten Unterlagen der Vermögensverwaltungen immerhin 12 Transaktionen; das ist doppelt so viel wie bei den Käufen – aber natürlich im Vergleich zu sonst außergewöhnlich wenig.
Die Transaktionsstatistiken der Berichtswoche zeigen, dass im Fondsbereich kein Verwalter zum Kauf zu bewegen war. Für 1,5 Millionen Euro wurden dagegen Anteile zurückgegeben. Pfandbrief-Fonds etwa wurden aus Depots entfernt.
4,9 Prozent Umsatzvolumen hört sich viel besser an, als das Geschäft in der vergangenen Woche tatsächlich war. Da nur die Umsatztransaktionen der gemeldeten Käufe und Verkäufe Umsätze in die Wertung kommen, bleibt bei den Zahlen unbeachtet, dass hier über Depots mit einem Gesamtvermögen von gerade 166 Millionen Euro geredet wird.
In der Rangliste der relativ größten Käufe, also der Käufe, die den größten Anteil im Depot ausmachen, steht der US-Landwirtschaftsriese Archer Daniels Midland ganz oben. Vor einigen Monaten schon wurde der Wert von den Vermögensverwaltern stark nachgefragt, als bekannt wurde, das ADM in über 80 Jahren durchgängig Dividenden gezahlt hat.
Leicester verkauft. Leicester ist bekanntlich neuer englischer Fußballmeister geworden. Dort beheimatet ist auch die Next plc. ein britisches Einzelhandelsunternehmen. „Die Gesellschaft betreibt mehr als 500 Geschäfte in Großbritannien und in Irland, von denen sich das grösste mit ca. 80.000 Quadratmetern Verkaufsfläche im Arndale Center in Manchester befindet.
Aktien machten den größten Teil des Umsatzes aus, gefolgt von Fonds und von Anleihen. Derivate wurden in der Berichtswoche keine gehandelt. Kaufseitig dominierten mit 3,37 Mio. Euro klar die Aktien, vor Festverzinslichen (1,41) und Fonds (0,58). Im Hinblick auf die Zahl der Transaktionen lagen bei den Käufen die Aktien noch sehr viel klarer in Führung. Dennoch lag der Aktien-Kaufumsatz unter der Marke der Vorwoche (4,82). Vermutlich trauten viele der sonst aktiveren Händler dem Kurssteigerungspotenzial der Märkte nicht so recht über den Weg; oder sie dachten vielleicht an den eingangs erwähnten Mr. Market.
Mit einem Anteil von 1,69 Prozent des gemeldeten Depotvolumens und einem Betrag von 9,32 Mio. Euro lag der Umsatz der Berichtswoche vom 18.4. bis 22.4. weit unter dem langfristigen Durchschnitt. Einige Verwaltungen, die sonst zu den „Großhändlern“ zählen, die also zum Umsatz fleißig beitragen, verhielten sich dieses Mal sehr abwartend. Der kumulative prozentuale Jahresumsatz liegt nun, nach mehr als dreieinhalb Monaten bzw. 17 Wochen, bei 75,55 %. Im letzten Jahr wurde die 75-Prozent-Schwelle bereits Mitte März in Woche 11 überschritten, 2014 hingegen erst Ende April in Woche 18.