Wei­ter­hin Kauf­über­hang

Wie schon in der Vor­wo­che stellte sich in dem von uns erfass­ten Depo­t­aus­schnitt für die Woche 39 ein Kauf­über­hang ein: Die für den News­let­ter berück­sich­tig­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen kauf­ten mit 1,16 Mio. Euro mehr Wert­pa­piere als sie ver­kauf­ten (0,51 Mio.).

Der ins­ge­samte mit die­sem Han­del gene­rierte Umsatz in Höhe von 1,67 Mio. Euro ver­teilte sich auf Aktien (0,94 Mio. Euro), Anlei­hen (0,40 Mio.), Fonds (0,31 Mio.) und Deri­vate (0,02 Mio.).

Wäh­rend im Han­del mit Aktien und Deri­va­ten die Ver­käufe betrags­mä­ßig grö­ßer waren, sahen wir bei Anlei­hen (nur Käufe) und Fonds Kauf­über­hänge.

1-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Aktien der letz­ten vier Wochen WKN
1.Rolls-​​Royce Hol­dings PLC A1H81L
2. Meta Plat­forms Inc. A A1JWVX
3.SAP SE 716460
4. Proc­ter & Gam­ble Co., The 852062
5.Oruka The­ra­peutics A3DPH3

Bio­tech­no­lo­gie: Oruka The­ra­peutics

Das im Nas­daq geführte Biotechnologie-​​Unternehmen Oruka The­ra­peutics aus Menlo Park, Kali­for­nien, ent­wi­ckelt und tes­tet Medi­ka­mente, die gegen Plaque-​​Psoriasis, Psoriasis-​​Arthritis und andere der­ma­to­lo­gi­sche sowie ent­zünd­li­che Erkran­kun­gen wir­ken sol­len. Das Ziel ist wohl, die Wirk­stoffe so zu opti­mie­ren, dass mög­lichst große Lin­de­rung oder Beschwer­de­frei­heit auch bei nur weni­gen Anwen­dun­gen (Sprit­zen) pro Jahr erreicht wer­den kann.

Der Name Oruka ist nach Anga­ben des Unter­neh­mens abge­lei­tet von den bei­den hebräi­schen Wör­tern „Or“ für „Haut“ und „Aru­kah“ für „Wie­der­her­stel­lung“.

Oruka The­ra­peutics ver­öf­fent­lichte am Diens­tag der Berichts­wo­che Ergeb­nisse einer Phase-​​2a-​​Studie zu ORKA-​​001, mit der ein neu­ar­ti­ges Medi­ka­ment gegen mit­tel­schwere bis schwere Plaque-​​Psoriasis, bes­ser bekannt als Schup­pen­flechte, getes­tet wird.

Die Stu­die hat Medi­en­be­rich­ten zufolge posi­tive Ergeb­nisse erbracht. Das war aber von Ana­lys­ten und ande­ren Beob­ach­tern des Unter­neh­mens bereits erwar­tet wor­den.

Aktien.news schrieb am 23.9.: „Den­noch bleibt die Begeis­te­rung des Mark­tes ver­hal­ten – ein Phä­no­men, das in der Biotech-​​Branche immer dann auf­tritt, wenn posi­tive Nach­rich­ten bereits im Vor­feld in den Kur­sen ein­ge­preist sind.“ Denn am Mitt­woch der Berichts­wo­che hatte die Aktie im vor­börs­li­chen Han­del bereits um 2,5 Pro­zent nach­ge­ge­ben.

Stand die Aktie am Diens­tag­abend, 22.9., noch bei 94,55 USD, war sie bis zum 29.9. auf 82,15 USD gefal­len. Das ent­spricht aber immer noch einem Zuwachs von über 190 Pro­zent seit Jah­res­an­fang.

 

3-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere der ver­gan­ge­nen drei MonateWKN
1.Apple Inc. 865985
2. Rolls-​​Royce Hol­dings PLC A1H81L
3.Rhein­me­tall AG 703000
4.Targa Resour­ces Corp. A1C9E3
5.SAP SE 716460

Agent – Bei SAP der „Beruf“ der Zukunft?

Agent kann man letzt­lich auf das latei­ni­sche Wort „agere“ zurück­füh­ren, was „han­deln“ oder auch „in Bewe­gung set­zen“ oder Ähn­li­ches bedeu­tet. Wer han­delt, ist aktiv, auch initia­tiv und in einem gewis­sen Grad auto­nom und greift dabei in die Eigen– oder Umwelt ein.

In man­chen Wis­sen­schaf­ten ist dafür der Begriff „Akteur“ modisch gewor­den, in der Software-​​Branche hat sich der Begriff „Agent“ durch­ge­setzt.

Mit dem Ein­bau von Large Lan­guage Models (LLM) in IT-​​Agenten als deren Gehirne schei­nen diese „Akteure“ eine neue Evo­lu­ti­ons­stufe erlangt zu haben.

LLMs machen Agen­ten intel­li­gen­ter und hand­lungs­fä­hi­ger, denn sie kön­nen nun deut­lich kom­ple­xere Auf­ga­ben­ket­ten ohne mensch­li­che Inter­ven­tion als zuvor abar­bei­ten. Dar­über hin­aus schei­nen KI-​​Agenten auch gut zur (Selbst-​​) Kon­trolle von gene­ra­ti­ver KI im Hin­blick auf deren Hal­lu­zi­na­ti­ons­nei­gung geeig­net zu sein.

Ein KI-​​Agent besteht aus dem LLM als der intel­lek­tu­el­len Ope­ra­ti­ons­ein­heit und dar­über hin­aus aus einer sepa­ra­ten Gedächt­nis­ein­heit, einer Pla­nungs– und Refle­xi­ons­ein­heit sowie einer Hand­lungs– bzw. Werk­zeug­ein­heit. Hinzu kom­men Inter­ak­ti­ons­schnitt­stel­len mit der Umwelt.

Gefragt ist in Unter­neh­men die Leis­tung des Agen­ten, sein Tun, also die Agen­ten­tä­tig­keit.

Nach Medi­en­be­rich­ten – wir bezie­hen uns auf „Der Aktio­när“ (SAP: His­to­ri­sche Chance durch KI SAP-​​Chef; Thors­ten Küfer, 28.9.26) – zeigte sich SAP-​​Vorstandschef Chris­tian Klein soeben im Gespräch mit der Deut­schen Presse-​​Agentur davon über­zeugt, dass SAP die größte Chance ever habe, auch dank KI-​​Agenten „noch ein­mal“ (final?) über sich hin­aus­zu­wach­sen.

Küfer schreibt: „Die Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne durch die haus­ei­ge­nen Agen­ten beschrieb der SAP-​​Chef als erheb­lich: ‚Unsere KI-​​Agenten erzie­len enorme Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne.‘ Er rech­net damit, dass Kun­den ihren Agen­ten nach und nach immer mehr Ver­ant­wor­tung über­tra­gen wer­den. ‚Aber ein KI-​​Agent wird in kri­ti­schen Unter­neh­mens­be­rei­chen auch künf­tig nicht zu 100 Pro­zent auto­nom agie­ren‘, stellte Klein klar. Die Ver­ant­wor­tung liege letzt­lich immer bei einem Men­schen.“

Ver­steht man aber unter „über sich hin­aus­wach­sen“ (final) nicht etwas ande­res? Vor einer abschlie­ßen­den Ant­wort sollte man viel­leicht zuvor noch ein­mal Nietz­sche („Also sprach Zara­thus­tra“) befra­gen.