Ver­käufe

Zum Jah­res­ende, so heißt es, wer­den vor allem Werte ver­kauft, die Ver­luste pro­du­ziert haben. Um das Fens­ter zum Depot mög­lichst glanz­voll erschei­nen zu las­sen,  prä­sen­tier­ten Ver­wal­ter am liebs­ten ein Depot vol­ler Gewin­ner und rich­ti­ger Han­dels­ent­schei­dun­gen. Die Ver­lie­rer lässt man die­ser Hypo­these zufolge dann im Orkus der Ver­gan­gen­heit ver­schwin­den.

 

 

 

 

 

2015 11 47 abs topverkäufe

Ob und wie stark Window-​​Dressing wirk­lich die Han­dels­ent­schei­dun­gen der Ver­wal­ter prägt ist Anlass für viele und immer wie­der­keh­rende Dis­kus­sio­nen. Ein Blick auf die Ver­kaufs­sta­tis­tik der ver­gan­ge­nen Woche ver­mag die These eher nicht zu stüt­zen. Weni­ger als die Hälfte der ver­zeich­ne­ten Ver­käufe wur­den mit einem Minus abge­schlos­sen. Ein Frank­fur­ter Haus konnte etwa durch die Bank schöne Gewinne mit ihren Ver­kaufs­ak­ti­vi­tä­ten ein­fah­ren. Ja, auch einige deut­li­che Ver­luste, etwa mit dem Ver­kauf eines Emer­ging Markets-​​Fonds durch eine Düs­sel­dor­fer Adresse passt in die Windows-​​Dressing-​​These, aber wirk­lich über­zeu­gend sind die Indi­zien zusam­men­ge­nom­men nicht.