Was ver­ra­ten uns die Ver­käufe der ver­gan­ge­nen Woche? Sicher nicht die Geburt eines neuen Trends. Die Ver­käufe der Ver­mö­gens­ver­wal­ter sind breit gemischt und ent­hal­ten den Euro­s­toxx 600 (der ja auch gekauft wurde), indo­ne­si­sche Anlei­hen (die umge­kehrt auch gekauft wur­den), und deut­sche Aktien wie Con­ti­nen­tal (die auch gekauft wur­den). Es wer­den nicht nur Staats­an­lei­hen ver­kauft, deren Anteil ohne­hin stark abge­nom­men hat, son­dern auch Cor­po­ra­tes. In man­chen Depots gibt es das spür­bare Bemü­hen, „ordent­li­che Erträge“ aus Divi­den­den und Zin­sen nicht wei­ter zu schmä­lern.

 

2016 09 Top Verk rel

 

Die Ver­kaufs­ak­ti­vi­tä­ten spie­geln die Gesprä­che wie­der, die wir in den ver­gan­ge­nen Wochen mit Ver­mö­gens­ver­wal­tern geführt haben. Grund­sätz­lich herrscht eine von Skep­sis durch­zo­gene Hal­tung der Inves­to­ren vor. Das grund­sätz­li­che Miss­trauen basiert auf der Geld­po­li­tik der Zen­tral­ban­ken, deren Alter­na­tiv­lo­sig­keit zwar immer ein­ge­stan­den wird, die sich aber eben auch als sehr explo­siv erwei­sen kann. Weil die Geld­schwemme ein so glo­ba­les Phä­no­men ist, hat auch die Unter­schei­dung in bestimmte Bran­chen und Regio­nen nur eher begrenz­ten Wert. Ja man hält die Wachs­tums­stärke in den USA für eher grö­ßer und die Bewer­tung euro­päi­scher Aktien für güns­ti­ger. Und ja, die Schwellenländer-​​Währungen schei­nen sta­bi­ler als die aus den Indus­trie­län­dern zu sein. Aber das alles sind keine trend­bil­den­den Unter­schiede, son­dern von Per­son zu Per­son abhän­gige Ein­schät­zun­gen.