Die Ver­käu­fer der Berichts­wo­che bestä­ti­gen den Trend, Anla­gen nach Europa zurück­zu­zie­hen. Kauf­ten die Ent­schei­der schon im Aktien– und Anlei­hen­be­reich Europa, so ver­kauf­ten sie laut den Umsatz­lis­ten aus der ver­gan­ge­nen Woche auf­fäl­lig viele US-​​Werte. Der Move hat viele Gründe. Einer ist sicher die Ankün­di­gung der FED, sich mit wei­te­ren Zins­er­hö­hun­gen vor­erst zurück­zu­hal­ten. Die im Detail infor­mierte US-​​Notenbank würde das wohl kaum machen, wenn sie nicht um die US-​​Konjunktur fürch­ten würde. Das Signal haben Deutsch­lands Ver­mö­gens­ver­wal­ter genutzt und etwa Micro­soft, Impe­rial, Dis­ney oder Pru­den­tial ver­kauft.

2016 06 Verk r

Aus einer gan­zen Reihe von Depots wurde auch die Deut­sche Börse abge­ge­ben. Die Ver­wal­ter haben (bei einem Kurs von mehr als 78 Euro) einen Gewinn rea­li­siert, der sich aus dem Auf und Ab im Zuge der geplan­ten Fusion mit der Lon­do­ner LSE erge­ben hat. Das Han­dels­blatt schreibt dazu mit Ver­weis auf einen Ana­lys­ten: „Die NORDLB hat das Kurs­ziel für Deut­sche Börse im Zuge der geplan­ten Fusion mit der LSE von 75 auf 78 Euro ange­ho­ben und emp­fiehlt, das Aktientausch-​​Angebot anzu­neh­men. Mit dem Zusam­men­schluss der bei­den Bör­sen­be­trei­ber ent­stünde ein füh­ren­der, glo­ba­ler Marktinfrastruktur-​​Anbieter, schrieb Ana­lyst Michael Seu­fert in einer Stu­die vom Diens­tag. Auch wegen des nicht uner­heb­li­chen Syn­er­gie­po­ten­zi­als wäre die Trans­ak­tion posi­tiv. Einen mög­li­chen Brexit sieht er unkri­tisch, da das Gemein­schafts­un­ter­neh­men mit Frank­furt wei­ter­hin ein Stand­bein in der EU hätte.“