Was zei­gen die Ver­käufe?

Die Ver­kaufs­lis­ten der Woche lesen sich wie das Who is Who der inter­na­tio­na­len Bör­sen­szene. In den Top 5 sind die Credit Suisse, Vivendi, GE und Micro­sosft ver­tre­ten. Wei­ter unten fin­den wir Werte wie LVMH und Uni­le­ver. Was das bedeu­tet? Wir wis­sen es nicht. Aller­dings folgt aus der Tat­sa­che, dass sol­che Schwer­ge­wichte eher mit der Gesamt-​​Ökonomie, eben auch im glo­ba­len Aus­maß, schwan­ken. Eine all­ge­meine Wachs­tums­schwä­che wirkt sich auf diese Werte also stär­ker aus als auf klei­nere ‚Pflan­zen‘, die in ihrer Nische noch unge­stört auch bei stür­mi­schen Außen­be­din­gun­gen wach­sen kön­nen. Auf der ande­ren Seite dürfte man erwar­ten, dass für den Fall einer befürch­te­ten glo­ba­len Krise vor allem markt­breite ETFs gege­ben wer­den. Gerade aber in die­sem Bereich hal­ten sich die Ver­wal­tun­gen sehr zurück. Außer­dem: Das typi­sche Motiv für Angst­ver­käufe ist die Gewinn­si­che­rungs­ab­sicht. Auch die ist hier in den meis­ten Fäl­len nicht zu ent­de­cken. Man sollte typi­scher­weise viele Ver­käufe mit Gewin­nen sehen. Tat­säch­lich wur­den bei den aller­meis­ten (rund drei Vier­tel der) Geschäf­ten Ver­luste rea­li­siert.

 

Unge­wöhn­li­che Bör­sen­stim­mun­gen las­sen sich also auch bei etwas genaue­rem Hin­se­hen aus dem gegen­wär­ti­gen Kauf– und Ver­kaufs­ver­hal­ten der Pro­fis nicht able­sen. Das muss aller­dings nicht unbe­dingt ein gutes Zei­chen sein.