Han­del schwung­voll

Die Han­dels­nei­gung der Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen unse­res Depo­t­aus­schnitt erfas­sen wir in der Regel mit Hilfe des rela­ti­ven Umsat­zes, also der Umsatz­quote bezo­gen auf das Depot­vo­lu­men. Und diese Quote war in der Berichts­wo­che Nr. 17 mit 4,05 Pro­zent weit über dem lang­fris­ti­gen Durch­schnitt von rund 2 Pro­zent. Die seit Jah­res­be­ginn kumu­lierte Quote sprang des­halb deut­lich über die 40-​​Prozentmarke: Ende der Berichts­wo­che waren es 41,51 Pro­zent. Im Vor­jahr waren nach der 17. Woche erst 33,43 Pro­zent erreicht.

Die Assets under Manage­ment des für den News­let­ter zur Ver­fü­gung gestell­ten Depo­t­aus­schnitts war mit 90,38 Mio. Euro ein wenig grö­ßer als in der Vor­wo­che.

Ins­ge­samt gene­rier­ten die erfass­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen mit ihren Wert­pa­pier­trans­ak­tio­nen einen Wochen­um­satz in Höhe von 3,66 Mio. Euro.

Lang­fris­tige SSA bei Aktien: Diver­si­fi­ka­tion wegen Kon­zen­tra­tion

Eine seit März als Vor­ab­druck bei SSRN online zugäng­li­che fri­sche Stu­die von Hen­drik Bes­sem­bin­der („One Hund­red Years in the U.S. Stock Mar­kets“), die in der Berichts­wo­che auch in der deutsch­spra­chi­gen Wirt­schafts­presse vor­ge­stellt wurde, bestä­tigt ein frü­he­res Ergeb­nis der For­schun­gen des­sel­ben Autors und eini­ger Kol­le­gen. Zunächst wurde ein weit­hin bekann­tes Ergeb­nis repli­ziert: Über 100 Jahre hat ein gut diver­si­fi­zier­tes Port­fo­lio mit US-​​Aktien im Durch­schnitt US-​​Staatsanleihen deut­lich geschla­gen.

Nun kommt Bes­sem­bin­ders Bei­trag: Nur wenige Aktien mit gro­ßer Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung haben zu die­ser Per­for­mance beige­tra­gen. Des­halb ist der Median der Aktien­per­for­mance – 50% der Aktien waren bes­ser, 50% schlech­ter – nega­tiv (!) gewe­sen. Da man im Vor­hin­ein nicht weiß, wel­che Aktien in der lang­fris­ti­gen Zukunft zur Star­gruppe gehö­ren wer­den, wie also das kon­zen­trierte Port­fo­lio mit der hohen Per­for­mance aus­sieht, ist es bei der stra­te­gi­schen Asse­tal­lo­ka­tion (SSA) bes­ser, ein breit diver­si­fi­zier­tes Port­fo­lio zu bil­den, weil dann die High-​​Performer mit hoher Wahr­schein­lich­keit ent­hal­ten sind.