Durchschnittsjahr
Sieht man sich die Quotenentwicklungen in den Depots über die Jahre hin an, dann erscheint das Jahr 2016 als sehr durchschnittlich. Anders, als es Brexit, US-Wahl und andere „Katastrophen“ erwarten lassen dürften, bewegen sich die Quoten zum Jahresende weitgehend im Normalbereich. Die Aktienquote rangiert mit 32,84 sogar sehr nahe am historischen Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, die 32,01 beträgt. Erstaunlich, dass die aktuelle Aktienquote damit sogar noch über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegt und ein eher offensives Anlageverhalten anzeigt.
Weitgehend im Schnitt liegt auch die Cashquote, Nach 6,14 (2012), 8,32 (2013), 6,19 (2014) und 8,5 (2015) macht der Anteil an Liquidität nun 7,52 Prozent aus. Allerdings ist bei diesen Zahlen zu bedenken, dass die Kosten der Liquiditätshaltung vielfach gestiegen sind und deshalb Geld zunehmend im Anleihenbereich (in kurzen Laufzeiten guter Schuldner) geparkt wird. In dieses Bild passt auch die rekordverdächtige Anleihenquote. Zum Jahresende machte sie 45,14 Prozent der Depots aus und liegt damit gut 1,5 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Weiter zurückgegangen ist der Anteil von Derivaten im Depot.
Zu hohe Umsätze
Die Umsätze der letzen beiden Handelswochen waren so schwach, wie man es für die Weihnachtszeit erwarten durfte. Über das ganze Jahr betrachtet lagen die Umsätze bei knapp 200 Prozent der Depotvolumen. Sie waren damit unter dem Wert des letzten Jahres (225%), weiter in einer als Normal zu betrachtetenden Spanne, vor allem, wenn man bedenkt, dass der Gesamtwert nicht als Durchschnitt der beobachteten Depots angenommen werden darf, weil wir die gemeldeten Umsätze als Wert für alle Depots übernehmen. Nicht erfasste Depots, die nachmelden, werden dann nochmals gezählt. Das durchschnittliche Umsatzvolumen dürfte deswegen sehr deutlich unter dem hier ausgewiesenen Gesamtwert liegen.
