Handel verliert wieder etwas an Schwung
Zwar wurden 4,14 Prozent des gemeldeten Depotvolumens umgesetzt. Das ist relativ viel. Aber die Betonung liegt auf „relativ“. Denn es meldeten etliche Verwaltungen nicht, so dass das von uns erfasste Umsatzvolumen lediglich bei 10,3 Mio. Euro lag. Alles in allem näherte sich auf dieser Datengrundlage der Handel in der Berichtswoche quantitativ wie auch strukturell dem der Vorvorwoche (8.2. – 12.2.) an. Also: kaum Käufe, sieht man von Anleihen ab; starker Verkaufsüberhang generell und dies speziell bei Aktien und Fonds.
Vorsicht und Taktik
Die Verkaufsüberhänge tragen weiterhin zur sukzessiven Liquiditätserhöhung bei. Im Zeichen der anhaltenden Unsicherheiten an den Märkten sind kurzfristig-taktische Entscheidungen und das Vorsichtsmotiv bestimmend. Größere, auch langfristig-strategische Umschichtungen würden nachhaltig veränderte makroökonomische Rahmenbedingungen bzw. Risikokonstellationen erfordern. Das ist aber gegenwärtig wohl noch nicht der Fall. Der eingangs zitierte Roubini spricht nur kassandrahafter aus, was wir in Gesprächen schon lange zu hören bekommen: Die „Neue Abnormalität“ ist in vielen Punkten für Verwalter bereits eine „Alte Normalität“ geworden, mit der sie auch längerfristig rechnen.

