Erstaunlich niedrige Umsätze
Nur 2,57 Prozent des Depotvolumens der uns gemeldeten Transaktionen wurden umgesetzt. Für das heftige Börsenumfeld ist das eine erstaunlich ruhige Hand, auch wenn man berücksichtigt, dass uns Meldungen „nur“ zu einem Depotvolumen von 750 Millionen Euro gemacht wurden. Die 19 Millionen Euro an Umsatz verteilten sich auf die verschiedenen Produktklassen Aktien, Anleihen und Fonds mit 4,5; acht und fünf Millionen Euro.
Anleihenquote auf Zweijahreshoch
Wie schon erwähnt kauften die Verwalter Anleihen per Saldo hinzu. Dadurch (und durch die Wertveränderungen bei Anleihen und Aktien) stieg die Anleihenquote auf 45,26 Prozent. So hoch war sie zuletzt Mitte 2014 inmitten der akuten Griechenlandkrise. Dass die Verwalter verstärkt in Anleihen gehen, hat natürlich auch mit dem Momentum auf den Rentenmärkten zu tun. Die Zinsen sind seit Wochen im Sinkflug, entsprechend steigen die Kurse der Anleihen an. Kein Wunder, dass die Liquiditätsquote kaum ansteigt. Die Gelegenheit, ein paar Gewinne aus noch weiter sinkenden Anleihen mitzunehmen, ist wohl zu verlockend. Wir glauben auch, dass hinter dem Move strategische Motive stecken und auch deshalb das frei gewordene Vermögen nicht in Geld geparkt wird, um bei besserer Gelegenheit wieder in die Aktien zu fließen. Aber ob es wirklich so ist?
Die Aktienquote nähert sich jetzt wieder der 30 Prozent-Linie. Sie hat damit die langjährigen Tiefs noch keineswegs erreicht oder gar unterschritten. Man darf davon ausgehen, dass die Verwalter durchaus noch weiter verkaufen, wenn die Kursdepression anhält.

