Erstaun­lich nied­rige Umsätze

Nur 2,57 Pro­zent des Depot­vo­lu­mens der uns gemel­de­ten Trans­ak­tio­nen wur­den umge­setzt. Für das hef­tige Bör­sen­um­feld ist das eine erstaun­lich ruhige Hand, auch wenn man berück­sich­tigt, dass uns Mel­dun­gen „nur“ zu einem Depot­vo­lu­men von 750 Mil­lio­nen Euro gemacht wur­den. Die 19 Mil­lio­nen Euro an Umsatz ver­teil­ten sich auf die ver­schie­de­nen Pro­dukt­klas­sen Aktien, Anlei­hen und Fonds mit 4,5; acht und fünf Mil­lio­nen Euro.

2016 02 Quoten

 

Anlei­hen­quote auf Zwei­jah­res­hoch

Wie schon erwähnt kauf­ten die Ver­wal­ter Anlei­hen per Saldo hinzu. Dadurch (und durch die Wert­ver­än­de­run­gen bei Anlei­hen und Aktien) stieg die Anlei­hen­quote auf 45,26 Pro­zent. So hoch war sie zuletzt Mitte 2014 inmit­ten der aku­ten Grie­chen­land­krise. Dass die Ver­wal­ter ver­stärkt in Anlei­hen gehen, hat natür­lich auch mit dem Momen­tum auf den Ren­ten­märk­ten zu tun. Die Zin­sen sind seit Wochen im Sink­flug, ent­spre­chend stei­gen die Kurse der Anlei­hen an. Kein Wun­der, dass die Liqui­di­täts­quote kaum ansteigt. Die Gele­gen­heit, ein paar Gewinne aus noch wei­ter sin­ken­den Anlei­hen mit­zu­neh­men, ist wohl zu ver­lo­ckend. Wir glau­ben auch, dass hin­ter dem Move stra­te­gi­sche Motive ste­cken und auch des­halb das frei gewor­dene Ver­mö­gen nicht in Geld geparkt wird, um bei bes­se­rer Gele­gen­heit wie­der in die Aktien zu flie­ßen. Aber ob es wirk­lich so ist?

Die Akti­en­quote nähert sich jetzt wie­der der 30 Prozent-​​Linie. Sie hat damit die lang­jäh­ri­gen Tiefs noch kei­nes­wegs erreicht oder gar unter­schrit­ten. Man darf davon aus­ge­hen, dass die Ver­wal­ter durch­aus noch wei­ter ver­kau­fen, wenn die Kurs­de­pres­sion anhält.