Europäische Titel wurden in der vergangenen Woche bevorzugt verkauft. Das fällt zusammen mit der Erwartung, die uns gegenüber hin und wieder geäußert wird, dass ein baldiges Aufflammen der Liquiditätskrise im Euroraum jedenfalls nicht ausgeschlossen wird. Die Warnzeichen scheinen sich deutlich verstärkt zu haben.
Ganz oben in beiden Listen, sowohl in der der absolut umsatzstärksten Verkäufe (die eher die großen Depots betreffen) wie der der Verkäufe mit dem relativ größten Depot-Einfluss (die eher das Geschehen in kleineren Depots abbilden) steht ein ETF der Sparkassen-Fondsgesellschaft DEKA ganz oben. Der EuroStoxx 50 Index, den der Fonds abbildet, taucht in mehrfacher Form in den Verkaufslisten der Verwalter auf. Neben dem Deka-ETF fanden wir auch ETFs etwa von iShares oder Futures auf den EuroStoxx, die verkauft wurden
Die Verkaufslisten enthalten auch eine ganze Reihe von europäischen Aktien, darunter vorwiegend Werte der allerersten Reihe wie Carrefour, Daimler, SAP, Telefonica und ähnliche mehr.
Sind auch – voraussschauend – mehr Finanzwerte verkauft worden, die ja vor allem in den letzten Tagen unter Beschuss geraten sind? Wir sahen ING, und die Deutsche Pfandbriefbank, keine Commerzbank, keine Deutsche, kein anderes europäisches Institut…

