Bei den Käu­fen lagen im Hin­blick auf das Umsatz­vo­lu­men Anlei­hen (7,05 Mio. Euro) fast gleich­auf mit Aktien (7,1 Mio. Euro), gefolgt von Fonds (5,7 Mio. Euro) und Zer­ti­fi­ka­ten (knapp 1,5 Mio. Euro). Wir regis­trier­ten 59 Kauf­trans­ak­tio­nen bei Aktien, 32 im Ren­ten­be­reich, 4 bei Fonds, 5 bei Zer­ti­fi­ka­ten und eine bei Bezugs­rech­ten.

Wen­den wir uns zunächst den Anlei­hen zu, die im Ran­king der Top­käufe gemäß Umsatz­vo­lu­men auch die ers­ten bei­den Plätze bele­gen. In der Berichts­wo­che wurde aus­schließ­lich in Unter­neh­mens­an­lei­hen inves­tiert. Prä­fe­riert wur­den Papiere von Unter­neh­men der ent­wi­ckel­ten west­li­chen Öko­no­mien, jedoch lag auch hier, wenn auch nicht ganz so stark wie bei den Aktien, der Schwer­punkt auf Europa. Auf­fäl­lig die kräf­tige Nach­frage nach Bonds von Unter­neh­men der Auto­in­dus­trie, dar­un­ter u.a. Daim­ler, BMW. Inso­fern sind die bei­den erst­plat­zier­ten Invest­ments in Papiere von Peu­geot und VW (Inter­na­tio­nal Finance) durch­aus typisch für die Bond-​​Präferenzen in der Berichts­wo­che.

Der Ein­bruch der Kurse und die neu­er­li­che Erho­lung weckte Erwar­tun­gen auf wei­tere Kurs­an­stiege und nährte damit das Spe­ku­la­ti­ons­mo­tiv. Zugleich kann ein Invest­ment in diese Papiere jedoch durch­aus mit höhe­ren Risi­ken ver­bun­den sein, wie etwa die erst­plat­zierte Anleihe von Peu­geot zeigt. Bei einem Kupon von 7,375 Pro­zent ren­tiert die bis März 2018 lau­fende Anleihe gegen­wär­tig mit 2,127%. Der Kurs hat in der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che nach dem zuvor erfolg­ten rapi­den Rück­gang mit 109 Euro den Tief­stand erreicht; zwi­schen­zeit­lich wur­den wie­der über 113 Euro erreicht. Moo­dys ratet die Anleihe jedoch mit Ba3, was in Wor­ten besagt: „nicht für Invest­ments geeig­net“.

Top-Käufe_Gewicht_41-2015

 

Die im Mai 2018 fäl­lige VW-​​International-​​Finance-​​Anleihe ist mit einem Kupon von 5,375% aus­ge­stat­tet und ren­tiert aktu­ell mit 2,334%. Nach dem Tief­stand von 106 Ende Sep­tem­ber ist der Kurs auf „vola­ti­lem“ Weg gerade bei 108,57 ange­kom­men. Die Anleihe wird von Moo­dys immer­hin mit A2 bewer­tet, d.h. mit „Investm­ent­wür­dig – mitt­lere Sicher­heit“.

Kom­men wir nun zu den Aktien. Auf­fäl­lig war, dass das Ver­ei­nigte König­reich und Irland aber­mals Favo­ri­ten­re­gion bei den Aktien war. Unter ande­rem wurde in fol­gende Unter­neh­men inves­tiert: Impe­rial Tobacco, die im rela­ti­ven Ran­king fünft­plat­ziert sind – und über die wir bereits im News­let­ter der Woche 39 und in der Vor­wo­che geschrie­ben haben. Außer­dem: Rotork; Pru­den­tial; Smith & Nephew; Rya­n­air, Expe­rian – womit noch nicht alle genannt sind. Unter den deut­schen Titeln, die einen wei­te­ren Schwer­punkt bil­de­ten, waren u.a.: Hen­kel, Merck KGaA, Axel Sprin­ger, SAP, Deut­sche Post, Deut­sche Tele­kom und Elring Klin­ger – Füh­ren­der in unse­rem first-​​five-​​Ranking der Top­käufe gemäß Depot­ge­wicht.

Die Aktie des im MDax geführ­ten Auto­zu­lie­fe­rers aus Det­tin­gen an der Erms in der Nähe von Stutt­gart erscheint des­halb als attrak­tiv, weil sie jüngst stark ein­ge­bro­chen ist. Und sie ist des­halb so stark ein­ge­bro­chen, weil das Geschäft so gut läuft. Wie das? Auf­grund hoher Nach­frage hat­ten die Schwa­ben ihre legen­däre Arbeits­kraft als „arge Schaf­fer“ ein wenig über­schätzt und zu viele Auf­träge ange­nom­men. Jeden­falls schaff­ten sie es nicht. Die Folge: die Auf­träge konn­ten nicht frist­ge­recht bear­bei­tet wer­den und das führte zu einer Welle von Ver­trags­stra­fen. Das hatte wie­derum zur Folge, dass im Sep­tem­ber die Gewinn­pro­gnose nach unten kor­ri­giert wurde. Die Aktie rutschte dar­auf­hin wei­ter in den Kel­ler. Nach Ansicht von Ana­lys­ten eine gute Kauf­ge­le­gen­heit, denn die Aktie habe Poten­tial.