Die Struk­tur der Käufe ist in der Berichts­wo­che eine ein­fa­che Sache: Uns wur­den 24 Kauf­akte bei Aktien gemel­det, die sich auf 16 Titel ver­teil­ten und zwei Trans­ak­tio­nen bei Deri­va­ten, die ein Zer­ti­fi­katbe tra­fen. Bei Aktien waren wie­der, wie schon letzte Woche, deut­sche Werte ins­be­son­dere der ers­ten Reihe gefragt: Alli­anz, Bayer, Hen­kel, SAP, Deut­sche Börse.

Es wan­der­ten jedoch mehr Titel von ande­ren euro­päi­schen oder US-​​amerikanischen Unter­neh­men in die Depots. Ganz oben in der Rang­liste der Käufe gemäß Umsatz­vo­lu­men steht das Papier der Impe­rial Tobacco Group. Zu ver­dan­ken ist dies den Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung, die am 14., 16. und 17. Sep­tem­ber Aktien des bri­ti­schen Her­stel­lers von Tabak­pro­duk­ten ins Depot nahm. Die für 2015 ange­ge­bene Divi­den­den­ren­dite bewegt sich unge­fähr im Bereich ande­rer Mit­kon­kur­ren­ten; sie wird für 2015 mit 4,22%, für 2016 mit 4,64% ange­ge­ben. Im Gegen­satz zur Aktie von Bri­tish Ame­ri­can Tobacco, bei der Ana­lys­ten bei deut­lich über dem aktu­el­len Preis lie­gen­den Kurs­zie­len mehr­heit­lich eine Kauf-​​Bewertung abge­ben, kommt der Citigroup-​​Analyst Adam Spiel­man jedoch aktu­ell zu einer ver­hal­te­nen Ein­schät­zung: er stufte nach dpa-​​Angaben „Impe­rial Tobacco nach einer Inves­to­ren­ver­an­stal­tung von Japan Tobacco auf ‚Neu­tral‘ her­un­ter …. Das Geschäft in Groß­bri­tan­nien sei aktu­ell schwie­rig.Top-Käufe-Gewicht_38-2015

“Vom Tabak­rauch schwer kon­ta­mi­nierte Luft gehörte frü­her zum Okto­ber­fest wie das unterm Schaum ver­steckte Bier im Maß­krug. Für Sechs­ta­ge­ren­nen, wo Atem­not sport­li­ches Ziel ist, galt lange Ähn­li­ches. Das Bier allein ist übrig­ge­blie­ben. Es wird als Kul­tur­gut in vie­len Regio­nen wei­ter­hin gepflegt. Den­noch zählt Bier, etwa in Akti­en­form, gemäß Nachhaltigkeits-​​Kanon zu den sün­di­gen Anla­ge­ve­hi­keln, den bereits erwähn­ten Sin Stocks. Das ist in Anbe­tracht unse­rer Zwi­schen­über­schrift zu den Ein-​​Monats-​​Favoriten des­halb erwäh­nens­wert, weil auch Papiere von Anheuser-​​Busch InBev in der Berichts­wo­che unter den von uns beob­ach­te­ten Ver­wal­tun­gen einen Abneh­mer fan­den. Groß in die Schlag­zei­len gekom­men ist der „bel­gi­sche“ Welt­markt­füh­rer beim Bier, weil er den Welt­markt­z­wei­ten, SAB Mil­ler, „schlu­cken“ möchte, wie der Wie­ner Stan­dard hin­ter­sin­nig schrieb.

Ein Pro­sit der Gemüt­lich­keit könnte man wün­schen – aber wohl nur dann, wenn die­sen Trank die Kon­kur­ren­ten auch als „bekömm­lich“ emp­fän­den. Das ist aber höchst zwei­fel­haft. Zumal beide Kon­zerne in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit auf dem welt­weit expan­die­ren­den Craft-​​Bier-​​Markt kräf­tig auf Ein­kaufs­tour waren. Zwar prüft der britisch-​​südafri-​​kanische Kon­zern SAB Mil­ler das Über­nah­me­an­ge­bot noch. Aber nach Fusion käme das erwei­terte „bel­gi­sche“ Unter­neh­men auf einen Markt­wert von 270 Mil­li­ar­den Dol­lar und lei­tete ein Drit­tel aller Biere durch sei­nen Geld­zapf­hahn. Der Stan­dard schrieb letzte Woche: „Die Aktio­näre rea­gier­ten eupho­risch auf die Aus­sicht eines Zusam­men­schlus­ses, der in der Regel mit Kos­ten­sen­kun­gen und einer grö­ße­ren Markt­macht ein­her­geht. Die SAB-​​Miller-​​Aktien stie­gen um bis zu 24 Pro­zent, so stark wie noch nie in der Fir­men­ge­schichte.“ Eine von uns erfasste Ver­mö­gens­ver­wal­tung hat zuge­grif­fen – es war jedoch nicht die, die in Anheuser-​​Busch InBev inves­tierte. Auch die letzt­ge­nannte Aktie blieb nicht unbe­wegt. Sie machte am Diens­tag und Mitt­woch der Berichts­wo­che einen Sprung von 93,5 auf über 103 Euro. Zwi­schen­zeit­lich hat die Eupho­rie jedoch wie­der nach­ge­las­sen, denn aktu­ell liegt der Kurs bei 96 Euro.