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Amundi Multi-​​Asset Port­fo­lio UCITS ETF ETF701

Der Amundi Multi-​​Asset Port­fo­lio UCITS ETF (ETF701) erschien zwar in den letz­ten drei Mona­ten nicht pro­mi­nent in unse­ren Top-​​Listen, der Fonds ist aber den­noch in unse­rer Han­dels­liste für das soeben abge­lau­fene Quar­tal ver­zeich­net. Als Fonds mit gro­ßer Diver­si­fi­ka­tion über Räume und klas­si­sche Asset­klas­sen, reprä­sen­tiert er jedoch die Ent­wick­lung an den Kapi­tal­märk­ten in den letz­ten drei Mona­ten bes­ser als die meis­ten ande­ren Wert­pa­piere.

Der Amundi Multi-​​Asset Port­fo­lio UCITS ETF ist ein Dach­fonds, der in ETFs ver­schie­de­ner Art inves­tiert, wor­aus sich ein glo­bal diver­si­fi­zier­tes Aktien-​​Renten-​​Rohstoff-​​Portfolio ergibt. Das Port­fo­lio hat eine fixe Aus­gang­s­al­lo­ka­tion: 60 Pro­zent Aktien, 30 Pro­zent Anlei­hen und 10 Pro­zent Roh­stoffe. Diese Allo­ka­tion ändert sich jedoch in der Regel mit der Zeit durch die Markt­be­we­gun­gen, wes­halb alle 12 Monate ein Reb­a­lan­cing durch­ge­führt wird. Mit ande­ren Wor­ten: Jedes Früh­jahr wird die Anfangs­ge­wich­tung wie­der­her­ge­stellt.

Im Akti­en­port­fo­lio des Fonds sind Titel aus ent­wi­ckel­ten Län­dern wie auch aus Schwel­len­län­dern ent­hal­ten, räum­lich ist es glo­bal diver­si­fi­ziert. Dem­ge­gen­über ist das Ren­ten­port­fo­lio auf Europa und die USA beschränkt. Im klei­ne­ren Roh­stoff­korb sind Edel– und Indus­trie­me­talle sowie Ener­gier­oh­stoffe ent­hal­ten – auch der ist somit glo­bal aus­ge­rich­tet.

Im lau­fen­den Jahr hat der Fonds in Euro­no­tie­rung rund 13 Pro­zent zuge­legt (Anga­ben Jus­tETF), über 3 Monate ist er 2,5 Pro­zent im Plus.

Dem Facts­heet ist nicht zu ent­neh­men, wie die ein­zel­nen Asset­klas­sen des Fonds in die­sen Zeit­räu­men per­form­ten. Daher wer­den wir kurz auf die Aktien-​​, die Ren­ten– und die Rohstoff-​​Kursentwicklung im abge­lau­fe­nen Quar­tal und über die letz­ten 9 Monate schauen, um eine Ori­en­tie­rung zu bekom­men.

Die meis­ten der gro­ßen Akti­en­in­di­zes hat­ten sich am 30. Sep­tem­ber gegen­über dem Kurs­stand am 1. Juli nur wenig – nach unten oder oben – bewegt. Dazwi­schen ging es dyna­mi­scher zur Sache und zwar so, dass viele Indi­zes im August All­zeit­hochs erziel­ten. Danach ging es ten­den­zi­ell wie­der nach unten.

Der Akti­en­in­dex Stoxx Glo­bal 1800, der die Akti­en­welt der ent­wi­ckel­ten Län­der abbil­det (aber, wie auch der MSCI World, auf­grund der Gewich­tung gemäß Markt­ka­pi­ta­li­sie­rung sehr US-​​lastig ist) legte im drit­ten Quar­tal in Euro etwas mehr als 2 Pro­zent zu, im lau­fen­den Jahr waren es sogar 16 Pro­zent.

Der Stoxx Emer­ging Mar­kets Uni­ver­sal büßte im Quar­tal 1 Pro­zent ein, gewann jedoch in den ers­ten drei Quar­ta­len des Jah­res 19 Pro­zent hinzu. Der pan­eu­ro­päi­sche Index Stoxx Europe 600 stand Ende des Quar­tals eben­falls 1 Pro­zent tie­fer als an des­sen Anfang, stand damit aber 7 Pro­zent höher als am Jah­res­be­ginn.

Im drit­ten Quar­tal gab es, in einem Umfeld mit erhöh­tem Infla­ti­ons­druck, erst­mals seit Län­ge­rem wie­der deut­lich mehr zins­an­he­bende als zins­sen­kende Noten­ban­ken. In die­sem Kon­text und vor dem Hin­ter­grund stei­gen­der Staats­ver­schul­dung klet­ter­ten im drit­ten Quar­tal die Ren­di­ten von Staats­an­lei­hen in allen Lauf­zeit­be­rei­chen – vor allem auch in den län­ge­ren – deut­lich nach oben.

Das war in den USA so und das war in Europa so. So stieg etwa die Ren­dite einer zehn­jäh­ri­gen Bun­des­an­leihe von 2,91 Pro­zent auf 3,64 Pro­zent. Auch die Ren­di­ten von Unter­neh­mens­an­lei­hen treib es im drit­ten Quar­tal nach oben, so dass die Kurse brei­ter Ren­ten­in­di­zes – Cor­po­rate, Gover­nance oder kom­bi­niert – in der Regel deut­lich nach­ga­ben.

An den Roh­stoff­märk­ten ten­dier­ten im drit­ten Quar­tal die Kurse indes­sen mehr­heit­lich nach oben: Der Roh­stoff­in­dex S&P GSCI stieg über 3 Monate um 17 Pro­zent; die wich­tigs­ten Teil­in­di­zes beweg­ten sich eben­falls mehr oder weni­ger stark nach oben: Edel­me­talle 4, Indus­trie­me­talle 7, Agrar­roh­stoffe 15, Ener­gie 29 und Gas/​Öl 46 Pro­zent.