Titel im FokusWKN
Amundi IBEX 35 UCITS ETF Acc A0REJT

IBEX 35 und andere euro­päi­sche Akti­en­in­di­zes

Eine von uns erfasste Ver­mö­gens­ver­wal­tung ver­äu­ßerte in der Berichts­wo­che Anteile an einem ETF mit deut­li­chen Kurs­ge­win­nen.

Der ETF bil­det den spa­ni­schen Leit­in­dex IBEX 35 phy­sisch nach. Es han­delt sich um den the­sau­rie­ren­den Amundi IBEX 35 UCITS ETF Acc (WKN: A0REJT). Im Facts­heet steht: „Der IBEX 35 Net Return Index ist ein Index, der aus den 35 liqui­des­ten Wer­ten besteht, die an der spa­ni­schen Börse gehan­delt wer­den.“

Schaut man sich die ers­ten fünf Werte im Index gemäß Gewich­tung an, dann fällt auf, dass diese zusam­men bereits 61,25 Pro­zent Gewichts­an­teil am gesam­ten Index haben, was auf eine extrem hohe Kon­zen­tra­tion ver­weist. Die ers­ten zehn Titel kom­men auf einen Gewichts­an­teil von 77,89 Pro­zent.

Dif­fe­ren­ziert man nach Bran­chen, dann haben Finanz­ti­tel 40,49 Pro­zent Gewicht, gefolgt von Öffent­li­chen Dienst­leis­tun­gen (19,38%), Indus­trie (15,05%), zykli­schen Kon­sum­gü­tern (13,45%) und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten (4,55%).

Der Ein­zel­ti­tel mit dem höchs­ten Gewicht ist die Uni­ver­sal­bank Banco Santan­der Sa Madrid (16,94%); auf Rang 2 folgt der (Strom-)Versorger Iber­drola SA (14,27%); Platz 3 nimmt ein die von uns im letz­ten News­let­ter unter „Favo­ri­ten“ bereits kom­men­tier­ten Banco Bil­bao Viz­caya Argenta (12,24%); auf der 4. Posi­tion folgt der als Inditex bekannte Tex­til­kon­zern Indus­tria De Diseno Tex­til (10,86%), der als größ­tes Fast-​​Fashion-​​Unternehmen der Welt gilt; und schließ­lich ran­giert auf dem 5. Platz mit der Caix­a­bank SA (6,94%) wie­der ein Geld­haus.

Der the­sau­rie­rende ETF hat in den ver­gan­ge­nen drei Mona­ten rund 17 Pro­zent, und im lau­fen­den Jahr in Euro rund 14 Pro­zent an Wert gewon­nen; über 1 Jahre beträgt der Wert­zu­wachs 44 Pro­zent, über 3 Jahre sind es 127 Pro­zent.

Dem liegt eine Ent­wick­lung des gewichts­mä­ßig – wie gesagt – stark auf rela­tiv wenige Welt­markt­un­ter­neh­men kon­zen­trier­ten spa­ni­schen Leit­in­dex IBEX 35 zugrunde. Der IBEX 35 hat in den letz­ten drei Mona­ten etwa 12 Pro­zent, im lau­fen­den Jahr rund 13 Pro­zent, über 1 Jahr 39 Pro­zent, über 3 Jahre 103 Pro­zent zuge­legt.

Im Ver­gleich dazu blieb der DAX (Kurs­in­dex) deut­lich zurück. Im 2. Quar­tal 2026 legte er 6 Pro­zent zu, aber im lau­fen­den Jahr steht er mit –2 Pro­zent leicht unter null; über 1 Jahr beträgt seine Stei­ge­rung 0 Pro­zent, über 3 Jahre ver­bes­serte er sich um 42 Pro­zent.

Nimmt man als Refe­ren­z­in­dex die Blue-​​Chips-​​Benchmark der Euro­zone, den Euro Stoxx 50, dann erge­ben sich fol­gende Werte: Seit Ende März stei­gerte sich die­ser um 12 Pro­zent, im lau­fen­den Jahr um 8 Pro­zent, über 1 Jahr um 18 Pro­zent, über 3 Jahre um 43 Pro­zent.

In Bezug dar­auf ist also der IBEX 35 über alle drei Zeit­räume deut­lich stär­ker und per­formte damit im euro­zo­n­a­len wie auch im euro­päi­schen Ver­gleich weit über­durch­schnitt­lich.

Wir schauen uns im Fol­gen­den auch noch kurz die Wert­ent­wick­lung im 2. Quar­tal und im ers­ten Halb­jahr 2026 ver­schie­de­ner ande­rer euro­päi­scher Indi­zes an.

Der fran­zö­si­sche CAC 40 legte im zwei­ten Quar­tal mit über 7 Pro­zent kaum stär­ker zu als der deut­sche Leit­in­dex, über zwei Quar­tale war er mit plus 2 Pro­zent eben­falls etwas bes­ser.

Der ita­lie­ni­sche MIB legte von Ende März bis Ende Juni um 16 Pro­zent zu, im ers­ten Halb­jahr waren es 14 Pro­zent.

Öster­reichs ATX klet­terte in 3 Monate um rund 20 Pro­zent nach oben und über 6 Monate um 19 Pro­zent.

Zwei wich­tige euro­päi­sche Akti­en­in­di­zes befin­den sich außer­halb der Euro­zone, daher geben wir die Wert­ent­wick­lun­gen in den jewei­li­gen Lokal­wäh­run­gen an – das ist im einen Fall das bri­ti­sche Pfund, im ande­ren Fall der Schwei­zer Fran­ken.

Der bri­ti­sche FTSE 100 ver­bes­serte sich in den letz­ten drei Mona­ten um rund 5 Pro­zent; im lau­fen­den Jahr hat er sich um 3 Pro­zent gestei­gert.

Der Schwei­zer Leit­in­dex SMI klet­terte im zwei­ten Jah­res­vier­tel rund 7 Pro­zent nach oben, seit Jah­res­an­fang ging es 11 Pro­zent in die Höhe.