Anleihen vor Zertifikaten und Fonds
Die Berichtswoche gehörte, vom Umsatz her, den Anleihen, gefolgt von Zertifikaten und Fonds und deutlich abgeschlagen Einzelaktien. Kaufseitig bestimmten den Handel vor allem Anleihen, gefolgt von Fonds. Der Hauptgrund für dieses Muster ist, dass eine Vermögensverwaltung mit größeren Depots sich stark auf dem Rentenmarkt engagierte und dabei pro Transaktion größere Summen in die Hand nahm: Darunter befanden sich dann u.a. italienische Staatspapiere sowie Anleihen von Volkswagen. Bei den Fonds waren ausschließlich tracker auf Dax und Euro-Stoxx 50 – long wie short – gefragt, damit auch größere Streuung und Sicherheit als mit Einzelaktien. Verkaufsseitig waren gleichfalls Anleihen Umsatzsieger, gefolgt von Zertifikaten und Aktien.
Smith Nephew führt die Liste der Topkäufe bei Aktien in der Berichtswoche an und schaffte es damit auch unter die first five der meistgekauften Monatsaktien. Das mit Niederlassungen und Vertriebsorganisationen weltweit operierende Unternehmen für Medizintechnik mit Hauptsitz in London wird von Analysten gleichfalls favorisiert. Von 14 Analysten, die Smith & Nephew aktuell bewerteten, gaben 10 eine Kaufempfehlung ab, 8 rateten mit „Hold“ und nur einer mit „Sell“. Kürzlich machten Berichte über ein Übernahmeangebot durch Johnson & Johnson die Runde.

Volkswagen kann sich derzeit nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Allerdings dürfte Otto Dieselverbraucher spontan kaum auf den Gedanken kommen, dass VW in der Rolle als Kauffavorit im Rampenlicht steht. Das ist eben der feine Unterschiede zwischen Finanzmärkten und dem Rest der Welt: hat das wahre „Underlying“, hier der fahrbare Untersatz, ein Gebrauchswert-Problem, kann sich das auf der Tauschwert-Ebene eines zugeordneten Wertpapiers kauffördernd auswirken. Und das geschah in der Berichtswoche mit der angeführten VW-Bank-Anleihe.
