In drei der vier von uns analysierten Produktkategorien waren in der Berichtswoche Verkäufe vorherrschend. Im Derivate– und Aktienbereich überwogen die Verkäufe um jeweils rund 0,7 Mio. Euro die Käufe. Deutschland, Niederlande und Frankreich standen auf den Verkaufslisten im Unternehmensbeteiligungsbereich ganz oben. Auf der Seite der Derivate wurden insbesondere (Discount-) Zertifikate (auf den Euro Stoxx) gegeben. Bei den Anleihen trennte sich ein österreichisches Haus großvolumig von Bundesanleihen mittlerer Laufzeit. Lediglich bei Fonds wurde unter dem Strich zugekauft. ETFs auf europäische Standard-Indizes sowie auf Schwellenländer-Märkte beherrschten dabei das Bild.
1-Monats-Favoriten
Im Ein-Monats-Bereich führt jetzt – nach den starken Käufen in der Berichtswoche – der ETF von iShares auf den EuroStoxx das Feld der Monats-Favoriten an. Der interessanteste Wert ist dagegen nicht mehr in der Wertung: SABMiller. Die Brauerei wird jetzt definitiv von der weltgrößten Brauerei Anheuser-Busch geschluckt. Die Verwalter, die darauf spekulierten, haben also Recht behalten. Allerdings hielt sich der Gewinn nach dem vielen Hin und Her des Übernahme-Gefechtes in Grenzen. Auf Wochenfrist legte die Aktie gerade um zehn Prozent zu.
3-Monats-Favoriten
Wenig Bewegung gab es bei den Drei-Monats-Favoriten. Mc Kesson bleibt weiter vorn. Wir hatten ja berichtet, dass insbesondere zwei Häuser den Wert massiv nachgefragt hatten und dazu noch nachkauften. Ein erster Blick auf die Bilanz des Geschäftes darf erlaubt sein, zumal wir davon ausgehen, dass es sich hier nicht um einen strategischen, sondern eher um einen taktischen Kauf handelt. Der Pharmawert zog jahrelang bis zum Mai dieses Jahres (auch durch Übernahmen) formidabel an, gewann auf Drei-Jahressicht 100 Prozent und auf Fünf-Jahressicht sogar mehr als 200 Prozent. Seit vier Monaten geht es aber eher bergab. Ist der Stern vorerst verglüht?


