
Starker Verkaufsüberhang
Das Verkaufsvolumen belief sich mit 27,6 Mio. Euro beinahe auf das Doppelte des Kaufvolumens von 15,2 Mio. Euro. Betrachtet man die einzelnen Assetklassen, dann war die Kauf/Verkaufs-Relation unterschiedlich. Bei Anleihen, Fonds und Zertifikaten sehen wir einen deutlichen Verkaufsüberhang. Bei Aktien hingegen wurde dreimal mehr gekauft als verkauft. Mit anderen Worten: Der gesamte Kaufumsatz wurde zu 84% mit Aktien bestritten. Das ist jedoch weniger darauf zurückzuführen, dass viele verschiedene europäische und amerikanische Aktien in die gemeldeten Depots genommen wurden, als vielmehr auf relativ hohe Investitionssummen im Aktiensegment. Im Hinblick auf das Umsatzvolumen ragten hier Käufe von Titeln von PayPal, Axa und Unilever heraus (siehe Favoriten und Käufe). Umgekehrt wurden auch bei den Verkäufen hohe Summen pro Transaktion bewegt; hier waren es aber vor allem Fonds, Anleihen und Zertifikate, die im Volumenranking ganz oben standen (siehe Verkäufe).
Axa
Am Dienstag, 8.11., schrieb die dpa: „Unter den europäischen Versicherern mit relativ starker Ausrichtung auf den US-Markt dürften schwankungsanfällige Werte wie die Axa je nach US-Wahlausgang zu den größten Kursgewinnern oder –verlierern gehören, schrieb Analyst Michael Huttner in einer Branchenstudie.“
Am 9./10. November sprang der Preis der Aktie von 19,8 Euro auf bis zu 22,5 Euro. Eine Vermögensverwaltung hatte bereits am 7.11. bei einem Kurs von 20,04 Euro viel Geld für Axa-Aktien ausgegeben. Ob die genannte Erwartung der Grund hierfür war und ob die Entscheider dann den Wahlausgang und die Marktreaktion errieten? Wir wissen es nicht.
PayPal
Auf unseren beiden firstfive-Favoritenlisten und im firstfive-Kaufranking gemäß Umsatzvolumen konnten sich zwei Aktien, die in der Berichtswoche gehandelt wurden, ganz oben festsetzen: PayPal und Axa. Der Grund für diese Seltenheit: die Positionierungen sind Ergebnis verschiedener Transaktionen. Weil die Zahl der Transaktionen mit diesen Aktien hoch war, rückten PayPal und Axa in die beiden Favoritenlisten. Denn hier zählt nur die Summe der Einzeltransaktionen. Weil jedoch zum Teil die Investitionen sehr hoch waren, reichte es auch im Kaufranking auf das Gold– bzw. Silbertreppchen.


