Käufe über­wo­gen

In der Berichts­wo­che Nr. 25 vom 15. bis 19. Juni 2025 fiel in unse­rem Depo­t­aus­schnitt für den News­let­ter ein Umsatz in Höhe von 2,81 Mio. Euro an.

Davon ent­fie­len 2,17 Mio. Euro auf Käufe und 0,65 Mio. auf Ver­käufe. Ein kla­rer Kauf­über­hang also, nach­dem in der Vor­wo­che in die­ser Dis­zi­plin die Ver­käufe vorne lagen.

Dif­fe­ren­ziert man die Umsätze nach Asset– bzw. Pro­dukt­ka­te­go­rie, dann ergibt sich für die Berichts­wo­che fol­gende Umsatz­rang­ord­nung: Das größte Han­dels­vo­lu­men gene­rie­ren die von uns erfass­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen im Fonds­seg­ment, das auf ein Wochen­vo­lu­men in Höhe von 1,19 Mio. Euro kam. Auf dem zwei­ten Platz folg­ten Aktien mit 0,87 Mio. Umsatz. Drit­ter war das Seg­ment der Fest­ver­zins­li­chen mit 0,69 Mio. Euro. Zer­ti­fi­kate kamen auf 0,06 Mio. Euro.

1-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Aktien der letz­ten vier Wochen WKN
1.Ora­cle Rg 871460
2. adi­das AG A1EWWW
3.Asm Int Rg 868730
4.BBVA 875773
5.Puma SE 696960

BBVA

BBVA steht für Banco Bil­bao Viz­caya Argen­ta­ria. Wir nähern uns die­ser Akti­en­ge­sell­schaft durch sprach­li­che Tie­fen­boh­rung.

Banco heißt Bank und lei­tet sich von dem ger­ma­ni­schen Wort banc mit der Bedeu­tung Sitzmöglichkeit/​Bank oder Tisch her. Erst im frü­hen Mit­tel­al­ter wurde es ins Ita­lie­ni­sche über­nom­men und lud sich spä­ter mit der heu­ti­gen Finanz­be­deu­tung auf.

Bil­bao ist die größte Stadt im spa­ni­schen Bas­ken­land, die bas­kisch Bilbo heißt, wobei gemäß Mehr­heits­mei­nung der Name auf die bei­den bas­ki­schen Wör­ter „bi albo“ – zwei Ufer – zurück­zu­füh­ren ist.

Viz­caya ist die Pro­vinz, deren Haupt­s­adt Bil­bao ist. Viz­caya ist die spa­ni­sche Schrei­bung: Weil im Spa­ni­schen V als B – hart oder weich – aus­ge­spro­chen wird, spricht man Viz­caya als Biß­kaya aus. Im Bas­ki­schen an sich gibt es das V erst gar nicht (bzw. heute als Fremd­buch­stabe), des­halb wird die Pro­vinz bas­kisch „Biz­kaya“ geschrie­ben, was mit „Berg­rü­cken“ oder auch „Hügel­land­schaft“ über­setzt wird. Es lei­tet sich von dem bas­ki­schen Wort biz­kar her, was „Rücken“ oder „Schul­ter“ heißt.

Argen­ta­ria hat seine Wur­zel im Latei­ni­schen „Argen­tum“ für Sil­ber, wobei Argen­ta­ria bei den Römern für Sil­ber­mine stand; die taberna argen­ta­ria war eine Art Wech­sel­stube oder Bank.

Das bedeu­tet, dass in BBVA zwei­mal eine geo­gra­phi­sche (oder ver­wal­tungs­tech­ni­sche) Bestim­mung – Stadt, Pro­vinz – und zwei­mal Bank drin­steckt. Und Letz­te­res führt uns auf die rich­tige Spur: BBVA ging 1999 aus der Fusion der Banco Bil­bao Viz­caya (BBV) mit Argen­ta­ria (bzw. der Cor­por­a­ción de Ban­que­ros Aso­cia­dos) her­vor.

3-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere der ver­gan­ge­nen drei MonateWKN
1.Alpha­bet Inc. –C– A14Y6H
2.Asm Int Rg 868730
3. Ora­cle Rg 871460
4. Nestlé S.A. A0Q4DC
5.XETRA Gold A0S9GB

Alpha­bet: Abgang der Créme de la Créme de la KI?

Die für die Kurs­be­we­gun­gen der Alphabet-​​Aktie wirk­mäch­tigs­ten News in den letz­ten Tagen (bezo­gen auf Stich­tag 23.6.26) waren, dass zwei für die KI-​​Entwicklung zustän­dige Wis­sen­schaft­ler den Google-​​Konzern in Rich­tung Kon­kur­renz ver­las­sen.

Es han­delt sich zum einen um John Jum­per, der zu Anthro­pic wech­selt. Der stu­dierte Phy­si­ker wandte sich schon früh der Che­mie zu und war ent­schei­dend an der Ent­wick­lung der KI-​​Software Alpha­Fold (von Deep­Mind) betei­ligt, mit deren Hilfe sich das Pro­te­in­fal­tungs­pro­blem lösen ließ, indem man die drei­di­men­sio­nale Struk­tur eines Pro­te­ins nun auf Basis sei­ner Ami­no­säu­ren­se­quenz bestim­men kann. Dafür erhielt Jum­per 2024 mit zwei ande­ren For­schern den Nobel­preis für Che­mie.

Kurz vor Bekannt­gabe des Wech­sels von Jum­per war der Weg­gang von Noam Shazeer mit­ge­teilt wor­den. Shazeer gilt als her­aus­ra­gen­der Mathe­ma­ti­ker und Infor­ma­ti­ker, der auch das wegei­sende Transformer-​​Paper von 2017 mit­ver­fasste. Er wech­selt nun zu OpenAI (Es ist aller­dings nicht das erste Mal, dass er Google ver­lässt).

Offen­bar geht es bei­den Spit­zen­for­schern um bes­sere Mög­lich­kei­ten der Kon­zen­tra­tion auf eben jene „Sachen selbst“, die sie an der KI-​​Entwicklung am meis­ten inter­es­siert.

Das wurde an der Börse als schlech­tes Zei­chen inter­pre­tiert. Es näherte zugleich die der­zei­tige Skep­sis gegen­über den soge­nann­ten Hyper­s­ca­lern mit ihren rie­si­gen, welt­weit ver­teil­ten Rechen­zen­tren und Cloud-​​Computing-​​Infrastrukturen.

Der Abgang von Shazeer wurde am Mitt­woch der Berichts­wo­che bekannt gege­ben (15.6.), aller­dings zunächst ohne kräf­tige Kurs­spu­ren zu hin­ter­las­sen.

Die C-​​Aktie von Alpha­bet, die auch in unse­rer Favo­ri­ten­liste steht, notierte am Don­ners­tag der Berichts­wo­che noch bei 365 USD. Am Frei­tag wurde der Abgang von Jum­per mit­ge­teilt. Zwei abso­lut füh­rende KI-​​Forscher in kür­zes­ter Zeit zu ver­lie­ren, riecht irgend­wie fast schon nach Krise.

Am Mon­tag, 22. Juni, stand dann der Kurs der C-​​Aktien nur noch bei 342 USD, das ist ein Rück­gang um 6 Pro­zent. Aktu­ell (23.6.) notiert die Aktie mit 349 USD.