Aktien, Anlei­hen und Zer­ti­fi­kate

Das Ver­hält­nis der Käufe zu den Ver­käu­fen war in der Berichts­wo­che fast aus­ge­gli­chen. Bei den Aktien war der Kauf­über­hang posi­tiv, bei den Anlei­hen – und mode­ra­ter bei den Zer­ti­fi­ka­ten – der Ver­kaufs­über­hang. Bei den Akti­en­käu­fen waren einige Ver­wal­tun­gen sogar mehr­fach bereit, rela­tiv hohe Sum­men in die Hand zu neh­men, was dazu führte, dass Aktien in unse­ren Top­kauf­lis­ten (siehe Käufe) ver­tre­ten sind. In Depots genom­men wur­den Papiere u.a. von Pernod-​​Ricard, Kone, Novo-​​Nordisk, Micro­soft, Banco de Saba­dell.

Ver­äu­ßert wur­den Aktien bei­spiels­weise von Chris­tian Dior, LVMH Moët Henn. L. Vuit­ton, ACS oder Mün­che­ner Rück. Schwer­punkt des Akti­en­han­dels waren, wie auch diese Aus­wahl nahe legt, euro­päi­sche Werte. Im Seg­ment der Bonds wur­den die­ses Mal Cor­po­ra­tes häu­fi­ger gehan­delt als Govern­ments, den­noch kam eine Spanien-​​Anleihe im Ran­king der Top­trans­ak­tio­nen auf Platz zwei, hin­ter einem Discount-​​Zertifikat auf den Euro-​​Stoxx (siehe Ver­käufe).

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Divi­den­den­me­dium ProSiebenSat.1

Mit einem Kurs­wert von knapp unter 40 Euro liegt die Aktie von ProSiebenSat.1 deut­lich unter ihrem 52-​​Wochen-​​Hoch, das sie am 20.11. 2015 mit 50,95 erreichte, aber auch deut­lich über ihrem 52-​​Wochen-​​Tief am 6.7.2016 mit 30,74 Euro. In den neu­es­ten Ein­schät­zun­gen eini­ger Ana­lys­ten wer­den die Kurs­ziele des Wert­pa­piers mit 46 Euro (Jef­fe­ries), 45 Euro (Kep­ler Cheu­vreux) oder 43 Euro (Hauck & Auf­häu­ser) fest­ge­setzt. Als Pro­blem wird unter ande­rem genannt: gebrems­tes Wer­be­ge­schäft der Bran­che. Als Vor­teile der Aktie wer­den ange­führt: gute Divi­den­den­ren­dite (für 2016 wer­den erwar­tet: 5,1%), Erwar­tung eines star­ken drit­ten Quar­tals.

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Her­aus­for­de­rung Nestlé

Die Aktie von Nestlé hat die schö­nen Kurs­ge­winne seit Juni 2016 bis Ende der Berichts­wo­che bei­nahe schon wie­der ver­spielt. Chris­tian Scheid schrieb kürz­lich in einem Arti­kel, der die Her­aus­for­de­run­gen für den neuen Chef Ulf Schnei­der zum Thema hatte (finan​zen​.net): „Grund­sätz­lich ist der lang­fris­tige Auf­wärts­trend der Nestlé-​​Aktie sicher­lich nicht vor­bei. Denn der Titel gilt quasi rund um den Erd­ball als defen­si­ves Basis­in­vest­ment. Jedoch soll­ten sich Anle­ger auf eine Durst­stre­cke ein­stel­len. Das spie­gelt sich auch in eini­gen Ana­lys­ten­ein­schät­zun­gen wider. Die Exper­ten von Société Géné­rale etwa raten zwar wei­ter­hin zum Kauf, haben aber das Kurs­ziel von 90 auf 85 Fran­ken gesenkt.“