Ver­kaufs­über­hang

In der Berichts­wo­che vom 12. bis 16. Januar gene­rier­ten die erfass­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen einen Umsatz in Höhe von 0,74 Mio. Euro, von denen 0,28 Mio. auf Käufe und 0,46 Mio. auf Ver­käufe ent­fie­len. Anders als in der Woche zuvor – in der wir einen kräf­ti­gen Kauf­über­hang sahen – war die­ses Mal wie­der ein Ver­kaufs­über­hang an der Reihe. Aller­dings kei­ner der aus­glei­chen­den Art. Denn in der Vor­wo­che war der Betrag des Kauf­über­hangs weit grö­ßer als in der Berichts­wo­che der Betrag des Ver­kaufs­über­hangs.

Ver­kaufs­über­hänge sehen wir mit Blick auf das Schau­bild sofort bei Aktien, Anlei­hen und Deri­va­ten – im Fonds­seg­ment fiel kein Umsatz an.

Den größ­ten Anteil am Umsatz hat­ten wie­der ein­mal Aktien: mit 0,62 Mio. Euro lagen sie deut­lich vor Deri­va­ten (0,06 Mio.) und Anlei­hen (0,06 Mio.).

1-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Aktien der letz­ten vier Wochen WKN
1.Halma PLC 865047
2.Mercedes-​​Benz Group AG 710000
3.SAP SE 716460
4.NVI­DIA Corp. 918422
5.Expe­rian PLC A0KDZM

 Soft­ware sana in Hard­ware sanā

Mens sana in cor­pore sano“ lau­tet ein bekann­ter Spruch, der ein Bruch­stück einer Sen­tenz des Dich­ters Juve­nal ist, wobei der etwas län­gere Aus­schnitt lau­tet: „…oran­dum est ut sit mens sana in cor­pore sano“: „…Beten sollte man darum, dass ein gesun­der Geist in einem gesun­den Kör­per sei.“ Bei Abwei­chun­gen von die­sem Gesundheits-​​Optimum könnte die Gesun­dung wahl­weise den Geist oder den Kör­per oder beide betref­fen.

KI ist bekannt­lich pri­mär eine Geis­tes– bzw. Software-​​Sache, die aber eine spe­zi­elle Phy­sis erfor­dert und „in“ einer opti­ma­len Hard­ware beson­ders gut gedeiht. Es gilt des­halb die Weis­heit des Juve­nal auch für KI: „Soft­ware sana in Hard­ware sanā“ (Anm.: „Hard­ware“ fem., Abla­tiv).

Nun ver­sucht man das heute nicht mehr pri­mär durch Beten zu errei­chen, son­dern durch Wei­ter­ent­wick­lung der tech­no­lo­gi­schen Trick­kiste. Die Frage ist der­zeit, ob „KI-​​Werte“ sich noch gesund ent­wi­ckeln oder ob sie bereits unge­sund nach oben geschos­sen sind („bub­ble“). Das betrifft sowohl den Geist wie auch den Kör­per.

Eher mit „gesund“ im Sinne von Juve­nal beant­wor­te­ten in den letz­ten Wochen und Mona­ten diese Frage jene von uns erfass­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen, die in den KI-​​Körper (Nvidia-​​Aktien; siehe beide Favo­ri­ten­ta­bel­len) oder in den KI-​​Geist (SAP-​​Aktien; siehe beide Favo­ri­ten­ta­bel­len) inves­tier­ten.

3-​​Monats-​​Favoriten

Die 5 meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere der ver­gan­ge­nen drei Monate WKN
1.Halma PLC 865047
2.Mercedes-​​Benz Group AG 710000
3.NVI­DIA Corp. 918422
4.Expe­rian PLC A0KDZM
5.SAP SE 716460

SAP

Der Preis der SAP-​​Aktie hat seit Som­mer 2025 bzw. seit sechs Mona­ten um ca. 25 Pro­zent nach­ge­ge­ben: der Kurs sank von über 260 Euro auf aktu­ell rund 192 Euro. Schaut man sich die Kurs­ziele an, die Ana­lys­ten im Dezem­ber und Januar als ange­mes­sen erach­te­ten, dann lie­gen diese trotz teil­weise vor­ge­nom­me­ner Absen­kun­gen mit Wer­ten zwi­schen 270 und 320 Euro doch deut­lich über dem aktu­el­len Preis.

Dem­ent­spre­chend geben die meis­ten Ana­lys­ten der­zeit eine Kauf­emp­feh­lung ab. Exem­pla­risch hier­für steht der Kom­men­tar von Sven Merkt (Bar­clays). Er hat das Kurs­ziel von 300 auf 270 Euro gesenkt, jedoch seine „Overweight“-Bewertung unver­än­dert gelas­sen. In der euro­päi­schen Soft­ware– und IT-​​Branche wür­den Ängste vor einer plat­zen­den KI-​​Blase und mög­li­chen Umschich­tung in Halb­lei­ter­werte domi­nie­ren. Das dürfte wohl auch einen Teil der aktu­el­len Unter­be­wer­tung von SAP erklä­ren. Zwar redu­zierte Merkt die SAP-​​Gewinnprognose für 2026/​27, rech­net aber ins­ge­samt bran­chen­weit mit soli­den Zah­len.