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Wir beobachten in den letzten Monaten beim Handel eine starke Konzentration auf die USA und Europa. Führt das nicht – wegen zu geringer Diversifikation – zu geringeren Erträgen bei gegebenem Risiko? Möglicherweise nicht, wenn man einer aktuellen Studie von Fidelity glaubt. Derzufolge warfen Aktien aus den USA und Europa langfristig, d.h. über die letzten 25 Jahre, höhere Erträge ab als Papiere aus der Asien-Pazifik-Region – bei zugleich geringerer Volatilität. Demnach erzielten von 1989 bis Ende 2014 US-Aktien eine durchschnittliche Rendite von 9,7 Prozent pro Jahr und europäische Titel kamen auf 7,8 Prozent. Bei Aktien aus der Pazifikregion lag die jährliche Rendite nur bei 1,2 Prozent, asiatische Schwellenländer kamen auf 5,3 Prozent.
Banco Bilbao – Favorit mit Fragezeichen
Neues Mitglied der Monats-Favoritenliste bei Aktien ist die spanische Universalbank Banco Bilbao, die Dividendenrenditen von deutlich über 4 Prozent zahlt. Allerdings hat sich die Wertschätzung des Bankhauses in den letzten Wochen bei Analysten eingetrübt: Zwar lauten von 17 aktuellen Ratings 6 „Buy“, 7 „Hold“ und 4 „Sell“, aber die Verkaufsempfehlungen wurden allesamt in den letzten zwei Wochen ausgesprochen. Berenberg etwa meint, dass die Bank wegen der negativen Ertragsaussichten offensiv die Kosten senken müsste, was sie bisher aber nicht getan habe.
Fachverlage gefragt: Wolters Kluwer
Wolters Kluwer ist einer der „echten“ Wertpapier-Favoriten der letzten Monate, in die immer wieder investiert wurde. Auch in der Berichtswoche – wie bereits in der Vorwoche – kaufte eine von uns erfasste Vermögensverwaltung Papiere der niederländischen Medien– und Verlagsgruppe, deren Schwerpunkt bei Fachinformationen liegt. Es wird ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Gewinne bis 2017 von über 11 Prozent angestrebt. Die erwartete Dividendenrendite liegt für 2015 / 16 bei 2,33 / 2,43 %. Zur Peergroup gehört auch Reed Elsevier NV (siehe NL 45).


