Gold raus, Gold rein

Zer­ti­fi­kate waren in der Berichts­wo­che – wie schon in der Woche zuvor – die meist­ge­han­delte Pro­dukt­klasse. Der Grund – auch der ist der­selbe wie in der Vor­wo­che: ein Edel­me­tall namens Gold. Der Unter­schied: die­ses Mal hiel­ten sich Käufe und Ver­käufe beim Gold fast die Waage. Denn eine in die­sem Rohstoff-​​Segment beson­ders enga­gierte Ver­mö­gens­ver­wal­tung mit sehr volu­mi­nö­sem Depot, die für den Groß­teil des von uns erfass­ten Gold­han­dels der letz­ten Wochen auf­kommt, tauschte „nur“ Gold-​​Zertifikate aus: Der Gold­kern des Port­fo­lios blieb also im Wesent­li­chen erhal­ten, das kon­krete Vehi­kel aber wech­selte: statt des abge­ge­be­nen Golds mit der WKN DBX0AE wurde für unge­fähr den glei­chen Wert XETRA-​​Gold mit der WKN  A0S9GB ins Depot genom­men.

Beim Gesamt-​​Umsatz folg­ten knapp hin­ter Deri­va­ten, Fonds. Auch die­ser Umsatz wurde größ­ten­teils vom Han­dels­ver­hal­ten der erwähn­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tung bestimmt, im Ver­kauf noch mehr als im Kauf. Inso­fern zeigt die Han­dels­wo­che – wenn man die Volu­mina betrach­tet – ein stark „idio­syn­kra­ti­sches“ Mus­ter, das nicht für die ande­ren Ver­wal­tun­gen mit teils deut­lich klei­ne­ren Depots reprä­sen­ta­tiv ist.

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Schluckt Anheu­ser­Busch InBev bald Cola?

Die Aktie von Anheuser-​​Busch InBev hat eine unse­rer Ver­mö­gens­ver­wal­tun­gen in der Berichts­wo­che über­zeugt. Die Folge: der zweite Rang bei den Akti­en­fa­vo­ri­ten. Favo­ri­siert wird das Papier der­zeit auch von den meis­ten Ana­lys­ten. Denn nach der Zustim­mung der SABMiller-​​Aktionäre zu der seit gefühlt ewi­gen Zei­ten dis­ku­tier­ten Fusion wurde die Aktie noch posi­ti­ver bewer­tet, und das nährt wei­tere Über­nah­me­phan­ta­sien. „Mit dem Zusam­men­ge­hen bei­der Bier­brauer beginne in der Bran­che eine neue Ära, schrieb Ana­lyst Anthony Bucalo (HSBC) … . AB Inbevs Ziel könnte nun die Über­nahme von Coca-​​Cola sein. Das neu gebil­dete Unter­neh­men mit einem Anteil von nahezu einem Drit­tel am Welt­ab­satz und der Hälfte der Bran­chen­ge­winne biete für eine sol­che Trans­ak­tion eine starke Rück­hand.“ (dpa)

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Dop­pel­gold

Was wir im letz­ten News­let­ter ver­mu­te­ten, ist nun auch ein­ge­tre­ten: Der db-​​Physical-​​Gold-​​ETC mit der WKN A1EK0G hat sich an die Spitze der Vier­tel­jah­res­fa­vo­ri­ten gesetzt und damit das Allianz-​​Papier auf den zwei­ten Rang ver­drängt.

Die Iro­nie der Geschichte: in der Berichts­wo­che wurde in den erst­plat­zier­ten Gold-​​ETC nicht nur nicht inves­tiert, son­dern er befin­det sich auch noch ganz oben auf der Rang­liste der Top-​​Verkäufe. Weil Ver­käufe jedoch zu kei­nen Abzü­gen bei den Drei-​​Monats-​​Favoriten füh­ren, fiel die Alli­anz­ak­tie zeit­be­dingt (Käufe fie­len aus dem Drei-​​Monats-​​Fenster her­aus) einen Rang zurück.

Als para­dox erschei­nen mag in die­sem Zusam­men­hang: Gerade die db-​​Physical-​​Gold-​​ETC-​​Verkäufe einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung hiev­ten den XETRA-​​Gold-​​ETC auf den drit­ten Favoriten-​​Rang. Des Rät­sels Lösung: Gold sub­sti­tu­ierte Gold in ande­rer ETC-​​Gestalt.