„Aktien, Derivate, Fonds und Anleihen – kaufe alles“
So oder so ähnlich könnte das Motto der Vermögensverwalter in der vergangenen Woche gelautet haben. Die Profis kauften in allen der von uns beobachteten Produktklassen unter dem Strich zu. Am stärksten fiel das Plus im Anleihenbereich aus. Die Entscheider orderten Staatsanleihen aus den Schwellenländern. Unter den Schuldnern sahen wir unter anderem Indonesien und Mexiko. Auch Fonds legten sich die Verwalter per Saldo ins Depot, vor allem ETFs auf die großen Indizes waren gefragt. Wir sahen unter anderem Abbildungen des S&P 500, des Eurostoxx und des Topix. Deutsche Werte waren vor allem auf der Einzelwert-Ebene gesucht. Dabei konzentrierten sich die Depotmanager auf die erste Reihe, kauften Daimler, und andere DAX-Werte.
Allianz führt
Die Allianz führt die Favoriten-Monatsliste mal wieder an. Der Münchener Finanzdienstleister hebt sich seit Jahren wohltuend von den anderen Bank– und Finanztiteln ab. Denkt man an die Kurskapriolen, die die Commerzbank oder die Deutsche Bank den Anlegern zugemutet hat, erscheint die Allianz wie ein Stabilitätshort. Selbst gegenüber der Munic Re sieht man besser und stabiler aus. In der Favoriten-Liste befindet sich aber auch die Swiss Re. Und die Schweizer Rückversicherung ist ebenfalls ziemlich mustergültig durch die Krise gekommen.
Dividenden ziehen
Dividenden ziehen weiterhin das meiste Interesse der Verwalter auf sich. In der jüngsten Drei-Monats-Rangliste finden sich zwei dividendengefilterte ETFs und drei Dax-Werte, von denen zwei ebenfalls stabil Erträge ausschütten. Die Allianz zum Beispiel verweist auf eine Dividendenrendite, die größer als fünf Prozent ist. Auch Daimler kommt auf eine ähnliche Größenordnung.
Insgesamt blieben die Favoriten der vorvergangenen Woche auch die Favoriten des jüngsten Berichtszeitraumes. Es bestätigen sich damit die Trends zu dividendenstarken und zu deutschen Titeln. Angesichts der weiterhin guten Konjunktur hierzulande fallen häufig beide Eigenschaften zusammen.


