Aktien gekauft, Anlei­hen ver­kauft

In der Berichts­wo­che wurde mehr ver­kauft (Umsatz: 4,08 Mio. Euro) als gekauft (3,64 Mio.). Im Wesent­li­chen bestimm­ten Aktien und Anlei­hen den Han­del der Woche. Aktien bei Käu­fen (2,88 Mio.) und Bonds auf der Ver­kaufs­seite (2,57 Mio.). Ins­ge­samt lagen Aktien beim Umsatz (3,75 Mio.) klar vor Fest­ver­zins­li­chen (2,67 Mio.), Fonds (1,18 Mio.) und Deri­va­ten (0,13 Mio.).

Auf der Kauf­liste der Aktien ste­hen fast nur euro­päi­sche Titel, wobei eine über­durch­schnitt­li­che Prä­senz Schwei­zer und auch däni­scher Werte auf­fällt. Das „Thema der Woche“ war dabei der Gesund­heits­sek­tor. Aber auch einer der sonst meist gemie­de­nen deut­schen Banken-​​Titel fand in Gestalt von Commerzbank-​​Aktien Gefal­len bei einer Ver­mö­gens­ver­wal­tung mit grö­ße­rem Depot.

Auf den Ver­kaufs­lis­ten ste­hen bei den Ren­ten mehr­heit­lich Staats­an­lei­hen ganz oben: Deutsch­land, Spa­nien, Frank­reich, Nie­der­lande, Ita­lien. Aber auch einige Unter­neh­mens­an­lei­hen wur­den als ver­kaufs­wür­dig ein­ge­schätzt.

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Car­re­four: gemisch­tes Urteil

Neu hin­zu­ge­kom­men sind gegen­über der Vor­wo­che: Car­re­four, ING Groep, Infi­neon. Aber nur Car­re­four und ING Groep waren in der Bericht­wo­che gefragt, Car­re­four setzte sich sogar auf Platz 4 unse­res Topkaufs-​​Rankings gemäß Depot­ge­wicht.

Aktu­elle Ana­lys­ten­ein­schät­zun­gen über den fran­zö­si­schen Ein­zel­han­dels­kon­zern dif­fe­rie­ren ein wenig: Wäh­rend Maxime Mal­let von der Deut­schen Bank trotz einer Ten­denz zur Bes­se­rung Markt­an­teils­ver­luste und Schwä­chen gegen­über dem Kon­kur­ren­ten Casino her­vor­hebt, ver­weist Estelle Wein­grod von JP Mor­gan auf stei­gende Preise und solide Pro­fi­ta­bi­li­tät.

Mal­lets Kurs­ziel liegt bei 24 Euro (aktu­ell 22,3), das von Wein­grod bei 30 Euro.

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Alli­anz setzt auf Alter­na­tive

Bei den Vierteljahres-​​Favoriten der Wert­pa­piere gab es gegen­über der Vor­wo­che nur eine Ände­rung: die Daimler-​​Aktie ersetzte einen Gold-​​ETC. Schauen wir auch hier, wel­ches Papier in der Berichts­wo­che gekauft wurde, dann war das nur die Allianz-​​Aktie.

Der Kon­zern scheint sich auf das Nied­rig­zins­um­feld ein­ge­stellt zu haben, etwa indem man in alter­na­tive Ver­mö­gens­klas­sen inves­tiert, die deut­lich mehr Ertrag ver­spre­chen als Staats­an­lei­hen. Dazu gehö­ren nach Aus­kunft des Alli­anz­vor­stan­des Tho­mas Wie­se­mann u.a. Gas­pipe­lines, Auto­bahn­rast­stät­ten oder ein neuer Abwas­ser­ka­nal in Lon­don. Und natür­lich lockt Alli­anz die Anle­ger mit einer erwar­te­ten Divi­den­den­ren­dite von 5,7% für 2016.