
Die 7,54 Mio. Euro des Kaufumsatzes sprechen zwar im Spiegel der sonstigen Ausgaben nicht gerade für ausgeprägte Kauflaune;im Vergleich mit den Verkäufen aber schon. Denn Wertpapiere wanderten nur im Wert von 1,12 Mio. Euro aus den Depots. Spitze beim Kaufumsatz waren Anleihen: drei italienische Staatspapiere und zwei Unternehmensanleihen.
Wie in Zeiten seitwärtsbewegter Märkte zu erwarten, waren zwei Discount-Zertifikateauf den Euro-Stoxx mit 1,8 Mio. Gruppenzweiter beim Umsatzvolumen. Bei den Aktienkäufen erspähten wir nur alte Bekannte: Novartis, Daimler, Henkel usw. Offenkundig pflegendie einzelnen Verwaltungen je eigene Favoritenkreise: präferierte Aktien also, die sie kennen und beobachten und bei Bedarf zukaufen oder abstoßen.
Drei first-five-Favoriten Daimler, Novartis, Henkel, wurden in der Berichtswoche in Depots genommen. Die Daimler-Aktie ist zwar noch kein „selbstfahrendes“ Vehikel, wie der diesjährige Kursverlauf zeigt. Den-noch setzen die meisten Analysten Ziele deutlich über dem gegenwärtigen Preis (75 Euro): 5 von 9, die im September ihre Einschätzung abgaben, setzten das Kursziel bei 100 Euro oder höher fest. Auch wenn Goldman Sachs etwa Daimler von der „Conviction Buy List“ gestrichen hat, empfiehlt Analyst Stefan Burgstaller Daimler als einzigen deutschen Branchenvertreter zum Kauf.
Eine Vermögensverwaltung, die im städtischen Kerngebiet der Metropolregion Rhein-Main residiert, investierte in der Berichtswoche in Vorzugsaktien von Henkel. In der von uns nicht präsentierten Liste der Top-Aktien-Käufe der Woche reichte dies zum vierten (bezogen auf Depotgewicht) und sechsten (bezogen auf das Volumen) Rang. Techniker sind nach den Kursverlusten und der anschließenden Seitwärtsbewegung der letzten Handelstage ohne deutlichen Aufschwung vielleicht etwas skeptischer als Fundamentaldaten-Analytiker, die das Papier aktuell deutlich unterbewertet sehen.


