Die 7,54 Mio. Euro des Kauf­um­sat­zes spre­chen zwar im Spie­gel der sons­ti­gen Aus­ga­ben nicht gerade für aus­ge­prägte Kauflaune;im Ver­gleich mit den Ver­käu­fen aber schon. Denn Wert­pa­piere wan­der­ten nur im Wert von 1,12 Mio. Euro aus den Depots. Spitze beim Kauf­um­satz waren Anlei­hen: drei ita­lie­ni­sche Staats­pa­piere und zwei Unter­neh­mens­an­lei­hen.

Wie in Zei­ten seit­wärts­be­weg­ter Märkte zu erwar­ten, waren zwei Discount-​​Zertifikateauf den Euro-​​Stoxx mit 1,8 Mio. Grup­pen­zwei­ter beim Umsatz­vo­lu­men. Bei den Akti­en­käu­fen erspäh­ten wir nur alte Bekannte: Novar­tis, Daim­ler, Hen­kel usw. Offen­kun­dig pfle­gen­die ein­zel­nen Ver­wal­tun­gen je eigene Favo­ri­ten­kreise: prä­fe­rierte Aktien also, die sie ken­nen und beob­ach­ten und bei Bedarf zukau­fen oder absto­ßen.

Monatsfavoriten_37-2015

Drei first-​​five-​​Favoriten Daim­ler, Novar­tis, Hen­kel, wur­den in der Berichts­wo­che in Depots genom­men. Die Daimler-​​Aktie ist zwar noch kein „selbst­fah­ren­des“ Vehi­kel, wie der dies­jäh­rige Kurs­ver­lauf zeigt. Den-​​noch set­zen die meis­ten Ana­lys­ten Ziele deut­lich über dem gegen­wär­ti­gen Preis (75 Euro): 5 von 9, die im Sep­tem­ber ihre Ein­schät­zung abga­ben, setz­ten das Kurs­ziel bei 100 Euro oder höher fest. Auch wenn Gold­man Sachs etwa Daim­ler von der „Con­vic­tion Buy List“ gestri­chen hat, emp­fiehlt Ana­lyst Ste­fan Burg­stal­ler Daim­ler als ein­zi­gen deut­schen Bran­chen­ver­tre­ter zum Kauf.

 

3-Monatsfavoriten_37-2015

Eine Ver­mö­gens­ver­wal­tung, die im städ­ti­schen Kern­ge­biet der Metro­pol­re­gion Rhein-​​Main resi­diert, inves­tierte in der Berichts­wo­che in Vor­zugs­ak­tien von Hen­kel. In der von uns nicht prä­sen­tier­ten Liste der Top-​​Aktien-​​Käufe der Woche reichte dies zum vier­ten (bezo­gen auf Depot­ge­wicht) und sechs­ten (bezo­gen auf das Volu­men) Rang. Tech­ni­ker sind nach den Kurs­ver­lus­ten und der anschlie­ßen­den Seit­wärts­be­we­gung der letz­ten Han­dels­tage ohne deut­li­chen Auf­schwung viel­leicht etwas skep­ti­scher als Fundamentaldaten-​​Analytiker, die das Papier aktu­ell deut­lich unter­be­wer­tet sehen.