Multi-​​Asset-​​Strategie?

Die Händ­ler leg­ten in der Berichts­wo­che Gel­der in allen Pro­dukt­klas­sen an, die wir unter­schei­den und geson­dert erfas­sen: Aktien, Anlei­hen, Fonds, Optio­nen, Bezugs­rechte, Futures, Zer­ti­fi­kate. Inso­fern nutzte man kate­go­rial das erfasste Anla­ge­uni­ver­sum wie sel­ten aus und ging inso­fern qua­li­ta­tiv in die Breite. Betrach­tet man aller­dings die umge­setz­ten Sum­men, dann führ­ten Anlei­hen knapp vor Aktien und etwas deut­li­cher vor Fonds, wohin­ge­gen die ande­ren Pro­dukt­klas­sen sehr viel gerin­gere Inves­ti­ti­ons­sum­men anzo­gen, teils nur in Spu­ren – so dass sich die qua­li­ta­tive Breite bei quan­ti­ta­ti­ver Betrach­tung dann doch sehr rela­ti­viert.

Knapp 40 Pro­zent der Trans­ak­tio­nen waren Akti­en­käufe, und nur weil uns die Chro­nis­ten­pflicht dazu zwingt, wie­der­ho­len wir an die­ser Stelle, was wir in älte­ren News­let­tern schon öfters geschrie­ben haben: die meis­ten Käu­fen gal­ten im Akti­en­seg­ment den in den Vor­mo­na­ten bereits prä­fe­rier­ten oder auch abge­ge­be­nen, teils in unse­ren Ran­kings plat­zier­ten und inso­fern bekann­ten Titeln.

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Atos und Nestlé

Immer noch führt die Aktie von Atos unsere bei­den Favo­ri­ten­ran­kings an. Und auch in der Berichts­wo­che griff am Mo., 27. Juni, nach einer kur­zen, aber durch­aus hef­ti­gen Brexit-​​Talfahrt des Kur­ses eine Ver­mö­gens­ver­wal­tung beim Papier des fran­zö­si­schen IT-​​Dienstleister zu – wobei die inves­tierte Summe im Ver­gleich mit den meis­ten ande­ren Akti­en­in­vest­ments nicht allzu hoch war. Auch die Nestlé-​​Aktie – einer der Werte, die vom Brexit-​​Rutsch der Kurse kaum betrof­fen waren – fand einen Käu­fer. Aller­dings war hier die inves­tie­rende Ver­wal­tung, die auch das erst­plat­zierte Papier kaufte, bereit, deut­lich mehr Geld in die Hand zu neh­men.

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To Be or Not to Be?

Long oder Short, das ist hier die Frage – könnte man in Anbe­tracht des firstfive-​​Rankings der meist­ge­kauf­ten Wert­pa­piere wie auch der gegen­wär­ti­gen Akti­en­märkte eine der bekann­tes­ten Sen­ten­zen der Welt­li­te­ra­tur vari­ie­ren. Nur das diese Frage auf den Finanz­märk­ten nicht ganz so exis­ten­ti­ell ist wie im übri­gen Leben, weil man auch aus dem „Nicht­sein“ in Gestalt fal­len­der Kurse Gewinn gene­rie­ren kann. Von die­ser Erwar­tung ging eine Ver­mö­gens­ver­wal­tung aus, die unter dem Ein­druck des Brexit-​​Bebens am Mon­tag in der Berichts­wo­che in einen ETF inves­tierte, der den Short-Dax®x2-Index abbil­det. Das in den letz­ten Mona­ten häu­fi­ger gefragte Papier dürfte – so unsere nicht allzu kühne Ver­mu­tung – auch in den nächs­ten Mona­ten noch häu­fi­ger gefragt sein.