
Fonds beim Kauf ignoriert …
… und auch in den Verkaufslisten tauchte nur ein einziger Fonds auf. Stattdessen sehen wir im Handel der Berichtswoche eine Konzentration auf Einzelwerte, auf Aktien, Anleihen und einige Derivate: vor allem Zertifikate, einen Optionsschein auf den Dax und einen im September verfallenden Mini-Dax-Future der Eurex, mit dem auch semiprofessionellen und privaten Anlegern der Zugang zu Terminbörsen erleichtert werden soll.
Im Wesentlichen bestritten die ihre Daten meldenden Verwaltungen aber in der Berichtswoche mit den Klassikern Aktien und Renten den Handel. Während bei den Aktien die Käufe dominierten, lagen bei den Festverzinslichen die Verkäufe vorne.
Kaufseitig wurde nur bei Unternehmensanleihen zugegriffen. Hingegen befinden sich auf unseren Verkaufslisten Staatsanleihen in der Mehrheit.
SAP: kein Konsensfavorit
Mit Becton Dickinson & Co und SAP tauchen zwei neue Aktiengesellschaften in unserem Favoritenranking auf. Becton schaffte es auch in unsere beiden Topkauflisten (siehe Käufe). SAP war einer Verwaltung aus dem Süden Deutschlands am 9.6. ein Investment wert.
Einen Tag zuvor veröffentlichte die Deutsche Bank einen optimistischen Ausblick: Sie gab weiterhin eine Kaufempfehlung ab und beließ das Kursziel bei 82 Euro (aktuell: 67 Euro), denn das SAP-Papier schneide im Vergleich mit den Konkurrenten relativ gut ab und sei nicht überteuert.
Deutlich pessimistischer urteilten am Montag die Experten von Jefferies: sie senkten das Kursziel von 73,00 auf 63,50 Euro und stuften das Papier der Walldorfer von „Hold“ auf „Underperform“ herunter, weil sie mit einer Zurücknahme der Jahresziele rechnen.
Alles beim Alten
Keine Veränderung bei den Drei-Monats-Favoriten gegenüber der Vorwoche. Einige der gegenwärtigen Wertpapier-Favoriten sind nur solche einer einzigen Vermögensverwaltung: Das gilt für den erstplatzierten Strategiefonds und für den Schwellenländer-ETF.
Für die Atlas– und Atos-Papiere konnten sich gerade einmal zwei Verwaltungen erwärmen. Bayer-Papiere sind hingegen insgesamt von deutlich mehr Verwaltungen gefragt.
Und ginge es im Ranking nicht um die Gesamtzahl der Transaktionen in der Drei-Monats-Periode, sondern um die Zahl der verschiedenen Käufer eines Wertpapiers, dann würde Bayer den Spitzenplatz einnehmen.


