
Aktien vor
Nachdem es in der Vorwoche im Newsletter noch hieß: „Anleihen vor“, könnte das Motto der Berichtswoche lauten: „Aktien vor“.
Das ist weniger ein Indiz für ausgleichende Gerechtigkeit unter Vermögensklassen als vielmehr ein Hinweis darauf, dass derzeit eher im Nebel gestochert wird und kein stabiler Trend entsteht.
Es wird verstärkt auf Opportunitäten gelauert, die sich im Wochen– oder auch Tagestakt ergeben.
Zudem sind Kaufentscheidungen nicht stetig und auch von spezifischen Konstellationen einzelner Verwaltungen abhängig: Einige Häuser mit größerem Depot, die sonst häufiger und massiver in Anleihen anlegen, haben sich in der Berichtswoche zurückgehalten. Das hatte zur Folge, dass sich nur wenige Verwaltungen mit eher kleineren Depots für Festverzinsliche entschieden.
Bei Aktien sehen wir deutlich mehr Verkaufs– als Kauftransaktionen, obwohl das Volumen der Verkäufe das der Käufe nur knapp überstieg.
Fahrerloses Fahren: Daimler
Daimler konnte den Umsatz im Mai dank hoher Nachfrage nach Geländewagen und E-Klasse-Limousinen kräftig steigern. Am stärksten war das Wachstum in China, am schwächsten in den USA.
Dazu passt die frische Meldung, dass man in den USA und in Mexiko aufgrund schwacher Nachfrage bei Schwerlastern 1200 Stellen zu streichen beabsichtigt.
Hoffnung gibt in diesem Fall vielleicht die neueste Studie der Deutschen Bank, die vor dem Kapitalmarkttag der LKW-Sparte ihre Einstufung auf „Buy“ bei einem Kursziel von 95 Euro belässt (aktueller Kurs: 60 Euro): „Daimler dürfte den Fokus auf strategische Themen legen wie etwa fahrerloses Fahren von Lastwagen“ (dpa).
Das dürfte, wenn es denn so weit ist, auch die Amerikaner freuen.
Einstiegsgelegenheit Bayer
Die Bayer-Aktie war in der Berichtswoche abermals gefragt.
Die Kursverluste im Zuge der Diskussion um die Übernahme von Monsanto machten Bayer in den letzten Wochen zum Favoriten – der Anleger generell, wie viele Marktberichte zeigen, aber auch der von firstfive erfassten Verwaltungen. Das reflektiert sich im ersten Platz unseres Ein-Monats-Rankings, im fünften Platz unseres Drei-Monats-Rankings und in der ersten Position im firstfive-Topkäufe-Ranking (siehe Käufe).
Zwar ist in nächster Zeit weiterhin mit stärkeren Schwankungen der Aktie zu rechnen, die den Kurs durchaus auch in den tieferen 80er-Bereich führen könnten, aber für langfristig orientierte Anleger ergeben sich derzeit dennoch Einstiegsmöglichkeiten, die sie auch nutzen.


