
Ausnahme: Arabische Emirate
Die in der Berichtswoche eingegangenen Positionen bei Aktien, vorwiegend aus Europa (Deutschland, Schweiz, Frankreich, Belgien, Irland, Italien, um nur einige Länder zu nennen) und den USA, verdanken sich – bis auf eine Transaktion – Käufen in der ersten Hälfte der Berichtswoche. Ob die zwischendurch nachgebenden Kurse die Entscheider von weiteren Käufen abhielten? Wenn ja, dann dürfte der Effekt nicht allzu stark gewesen sein, folgten doch die Vermögensverwaltungen bei Aktien auch in der Berichtswoche eher einem bottom-up-Ansatz auf ihnen bekanntem Terrain, der weniger von Makrodaten bzw. systematischen Risiken abhängt. Das legt auch der Umstand nahe, dass keine Aktien-ETFs aus entwickelten OECD-Ländern gefragt waren.
Bei den Anleihen wurde ausschließlich in Bonds von Unternehmen investiert, die bis auf eines aus Europa und den USA kamen. Die Ausnahme: eine Anleihe von Emirates Telecommunications. Bemerkenswert ist: unter den Verkäufen waren keine Fonds und Zertifikate, sondern nur Anleihen (Staats– und Unternehmensanleihen) und Aktien.
Drei Aktien-Favoriten auch in der Berichtswoche favorisiert
Wir registrieren in unserem Ranking der fünf Aktienfavoriten der letzten vier Wochen nur geringfügige Positionsverschiebungen und einen Austausch: Swatch fiel heraus und Bayer kam herein. Immerhin wurde in drei der gelisteten Titel auch in der Berichtswoche investiert, und zwar am Dienstag, 10. Mai: Atlas Copco; LVMH Moët Henn. L. Vuitton; Bayer. Anzumerken ist hier, dass keines der Favoritenpapiere bloß eine Eintagsfliege ist: alle wurden an unterschiedlichen Tagen und in verschiedenen Wochen in Depots genommen.
Übernimmt Bayer Monsanto?
Gegenüber der Vorwoche fiel in der 3-Monats-Favoritenliste der Wertpapiere ein Chemiker, Novartis, raus und ein anderer Chemiker, Bayer, kam dafür rein. Es heißt, die Leverkusener wollten den US-amerikanischen Agrarkonzern Monsanto, d.h. auch dessen Schulden übernehmen. Das gab der Aktie von Monsanto am Donnerstag einen Schub nach oben und der Bayer-Aktie einen Push nach unten: sie fiel auf 95 Euro. Das wäre eine gute Gelegenheit gewesen, in der Berichtswoche einzusteigen. Die von uns erfasste Vermögensverwaltung hatte jedoch bereits am Dienstag zugegriffen, als das Papier noch 100 Euro kostete.


