
Mehr short als long
In der Berichtswoche wurde wenig gehandelt, aber relativ gesehen noch weniger gekauft, denn zwei Drittel des Umsatzes gingen auf das Konto des Verkaufs. Obwohl natürlich die Aussagekraft geringer Umsätze nicht allzu groß ist, steht die Umsatzstruktur doch für die aktuelle Gesamtlage: Aktien wurden gar keine gekauft, das mag Zufall sein, aber es passt zu dem durchwachsenen, und in der Berichtswoche bis Mittwoch durch Kursverluste bestimmten Bild. Kein Wunder also, dass man es mit home-zentrierten Short-Produkten – ETFs und Zertifikate auf den Dax – versuchte, die rund 60% des Kaufumsatzes ausmachten. Auf den Verkaufslisten finden sich einige Unternehmensanleihen, ein Fonds, ein Zertifikat und einige Aktien. Damit war eine Handelswoche auch schon komplett, weil in ihr noch weniger gehandelt wurde als in der bereits schwachen Woche zuvor.
Aktien: Antifavoriten der Woche
Dass in der Berichtswoche in die Favoritenrangliste der Aktien überhaupt geringfügige Bewegung in Gestalt einer sehr leicht veränderten Rangfolge kam,ist dem fristbedingten Abfluss „alter“ Transaktionen mit den gelisteten Titeln zu verdanken.Es gibt zwar Aktienfavoriten für die letzten vier Wochen, aber eigentlich waren die Aktien unseren Daten nach ja gerade die Antifavoriten der Berichtswoche. Denn auf den Einkaufszetteln der uns ihre Daten meldenden Vermögensverwaltungen fehlten sie. Das kommt sehr selten vor, denn es findet sich sonst fast immer – selbst in schlimmster Börsensee – der eine oder andere Stock Picker.
Novartis
Im 3-Monatsranking der Wertpapiere gibt es in der Regel weniger Veränderungen als im Monatsranking der Aktien. Dennoch erwies sich in der Berichtswoche die 3-Monatsliste etwas flexibler als die Ein-Monats-Liste: immerhin kam ein Titel neu hinzu, die Novartis-Aktie. Allerdings investierten von uns erfasste Vermögensverwalter das letzte Mal in diesen Titel am 13. April. Das Wertpapier des Schweizer Pharmakonzerns war im März und im April öfters gefragt. Bei einem Kurs von aktuell um die 66 Euro gilt die Aktie als deutlich unterbewertet.


