
Fonds: Käuferstreik!
Die Transaktionsstatistiken der Berichtswoche zeigen, dass im Fondsbereich kein Verwalter zum Kauf zu bewegen war. Für 1,5 Millionen Euro wurden dagegen Anteile zurückgegeben. Pfandbrief-Fonds etwa wurden aus Depots entfernt. Auf der Aktienseite blieben per Saldo ein paar Zukäufe übrig, viel zu wenige allerdings, um daraus einen Trend abzuleiten. Nein, für die Prognose waren die Umsätze einfach zu dürftig. Da waren Zufälligkeiten prägend. Und will man einen Trend daraus ableiten, dass vermehrt US-Aktien gekauft wurden und vermehrt Titel deutscher Provenience gegeben wurden?
Auf der Anleihenseite finden sich schon aussagekräftigere Transaktionen. Da blieb ein vergleichsweise kräftiges Plus auf der Kaufseite übrig. Passend dazu stieg der Anteil an Anleihen in den Depots abermals an. Und die Details zeigen, dass die Verwalter keinen bestimmten Schuldnertyp suchten oder verkauften und kein Länderrisiko suchten oder verringern wollten.
Monats-Favoriten: Luxus führt
Nicht eine einzige Veränderung gegenüber der Top-Liste der vorigen Woche. Das sagt über die Berichtswoche einiges aus. Vorne bleibt weiterhin Atos. Zusammen mit dem guten Abschneiden von LVMH zeigt sich hier eine Tendenz, die wir ja schon länger beobachten; die zum Luxus. Natürlich spielt auch eine Rolle, dass nicht wenige der von uns beobachteten Verwalter aus der Schweiz kommen und deswegen ein gewisser Home Bias hereinspielt.
Drei-Monats-Favoriten: Dauerbrenner Bayer
Würden wir einen Dauerbrenner der Werte suchen, die am häufigsten in den Toplisten auftauchen, würden BASF und Bayer in den vergangenen Jahren sicher ganz weit oben erscheinen. Beide Werte werden auch wieder öffentlich von Vermögensverwaltern empfohlen. Tatsächlich haben beide Werte im vergangenen Jahr kräftig Federn lassen müssen – im Kurs. Unternehmerisch war die Entwicklung viel robuster und stabiler. Getreu dem Value-Motto bekommen die Investoren im Moment also viel Wert für wenig Geld.


