
Verkaufs– und Anleihen-Woche
Das Umsatz-Muster der Berichtswoche: Ein hoher relativer Verkaufsanteil am Umsatz insgesamt und auch pro Produktklasse. Sowie die Dominanz von Anleihen sowohl bei Käufen wie auch bei Verkäufen. Unter den Anleihen befinden sich kaufseitig Papiere der Republik Frankreich und der Niederlande, aber auch Unternehmensanleihen, etwa von Allianz. Verkaufsseitig sind fast nur Transaktionen mit Unternehmensanleihen notiert, darunter eine lange Liste von Bankanleihen weltweit ex Asien. Im Fondsbereich fallen bei den Käufen Gold-Fonds auf. Und bei den Aktien das übliche „Stock Picking“ einiger bekannter Favoriten bei sehr überschaubarem Investitionsvolumen – nur das Papier der Zooplus AG, einer Internet-Handelsplattform für Haustierbedarf, gehört diesem erlauchtem Kreis nicht an.
Bottom-up-Ansatz
Die in der Monats-Favoritenliste versammelten Aktien verdanken sich für gewöhnlich einem Bottom-up-Ansatz. Dabei werden gezielt einzelne Unternehmen mit spezifischen Stärken „ausgespäht“: Investierende Verwaltungen kennen die Unternehmen gut und sind überzeugt von ihnen. Präferiert wird dabei dann z.B. eine Dividendenstrategie oder auch eine Value-Strategie. Da ein Top-down-Ansatz schwerpunktmäßig auf Ertragsfaktoren zielt, die ganze Märkte bewegen, kann sich hier eine passive Strategie mittels Aktien-ETF als günstiger erweisen, was dann zudem mit Diversifikationsgewinnen einhergeht.
Beinahe-Doppelsieger: Novarits
„Beinahe“ deshalb, weil Novartis nur bei den 1-Monats-Aktienfavoriten ganz oben steht, bei den 3-Monats-Favoriten der Wertpapieren hingegen auf dem fünften Rang. Folgt man den Analystenbewertungen der letzten Zeit, dann gehört auch Novartis nach einem einjährigen Kursrückgang von knapp 100 Euro auf Preise um die 65 Euro zu den nun als stark unterbewertet eingeschätzten Titeln. Der Schweizer Pharmariese, der vor 20 Jahren aus Sandoz und Ciba-Geigy hervorging, wurde zwar neuerlich Umsatzkönig in der Peer Group. Er gilt jedoch als weniger wertvoll als z.B. Roche.


