
Aktien und Fonds werden gekauft
Kaufüberhänge gab es vor allem in den Produktklassen (Einzel-)Aktien und Fonds. Bei den Aktien kauften die Verwalter in der vergangenen Woche für 2,7 Millionen Euro mehr Aktien, als sie auf der anderen Seite gaben. Bei den Fonds standen den Käufen von rund 1,5 Millionen Euro überhaupt keine Verkäufe gegenüber. Bei den Aktien waren überwiegend (nord– und mittel-) europäische Werte der ersten und zweiten Reihe gesucht. Im Fondsbereich sahen wir einige Emerging Markets Engagements. Auch diese Beobachtung stützt die These von einem Wechsel grundsätzlicher Art, der sich an den Märkten gerade vollzieht.
Reed Elsevier führt weiter
Viel Neues tut sich weiterhin nicht bei den Monatsfavoriten. Der holländische Reed Elsevier-Konzern beherrscht nach wie vor das Tableau. Die weitverzweigte „Unternehmensgruppe verlegt Fachzeitschriften, wissenschaftliche Magazine und Fachbücher und bietet darüber hinaus Datenanalysen, Fachinformationen über Internetportale und Online-Informationsdatenbanken, Online-Tools und Marketinglösungen an. Die umfangreiche Produktpalette beinhaltet beispielsweise die Marken: Elsevier, RBI, Farmers Weekly, BankersAccuity, Cell, ScienceDirect, The Lancet, Accurint, LexisNexis, Estates Gazette, ICIS , Evolve , HESI und Embase.“ (Onvista.de).
Typisches Trio
Bei den Drei-Monats-Favoriten hat die in der letzten Ausgabe besprochene Petroleuos-Anleihe der mexikanischen Ölgesellschaft das Regime übernommen. Ein paar Plätze abgesunken ist dagegen die flexibel verzinste Anleihe von Goldman Sachs. Wir sehen aktuell mit Henkel, Allianz und Bayer drei große deutsche Unternehmenswerte an der Spitze. Das Trio ist typisch für den derzeitigen Geschmack der Verwalter. Alle drei Unternehmen hatten es zuletzt nicht leicht, Allianz leidet wie andere Versicherungen unter den demografischen Veränderungen, unter dem Ende der Lebensversicherungen und insbesondere unter den niedrigen Zinsen; Bayers Kurs gab nach Schwierigkeiten insbesondere in der Chemiesparte um 30 Prozent in einem Jahr nach. Und Henkel ist mit seiner starken Osteuropa-Verflechtung auch in zumindest teilweisen Schwierigkeiten.. Andererseits sind alle drei Unternehmen bestens im Markt positioniert Alle drei haben nachgewiesenermaßen robuste Geschäftsstrategien und alle drei dürften, wenn die Schwachstellen ausgemerzt sind, zu Kurserholungen größeren Ausmaßes ansetzen. Bei Bayer ist schon das Gerücht um eine Teilfusion mit Monsanto eine kurstreibende Nachricht.


