
Anleihen gekauft, Anleihen verkauft
Die Käufe beschränkten sich im Wesentlichen auf Anleihen, die Verkäufe auf Anleihen und – mit einigem Abstand – auf Fonds. Zwar fielen verkaufsseitig auch europäische Aktien auf, aber vor allem durch die höhere Zahl der Transaktionen im Vergleich mit den Käufen. Welche Märkte wurden präferiert? Bei Renten waren mehr Unternehmensanleihen als Staatsanleihen gefragt. In der Vorwoche war es noch anders herum. Die Festverzinslichen wurden schwerpunktmäßig aus einem europäischen „Universum“ ausgewählt. Mit dem Bond eines mexikanischen Ölunternehmens brachte sich aber auch ein Schwellenlandpapier prominent in Stellung, da es sich ganz oben im first-five-Ranking der Käufe positionieren konnte. Verkaufsseitig beschränkten sich die Entscheider auf europäische Unternehmensanleihen. Auch bei den abgegebenen Fonds war Europa bzw. Deutschland übergewichtet.
BASF holt auf …
… zumindest in der Gunst der von uns erfassten Verwalter. War von den beiden traditionsreichen deutschen Chemieriesen in den letzten Monaten immer wieder Bayer gefragt, während BASF schon länger in der Versenkung verschwunden zu sein schien, hat man sich in den letzten Wochen daran erinnert, dass auch die Ludwigshafener noch existieren. Und schon setzte sich das Papier von BASF vor Bayer in unserem Aktien-Favoritenranking. Auch wenn soeben die Ratingagentur S&P das BASF-Kreditrating von A+ auf A gesenkt hat, gilt die Aktie vielen Beobachtern als unterbewertet.
Weniger mexikanisches Öl
als vielmehr der Euro ist sozusagen der primäre Treib– und Schmierstoff gewesen, der ein neues Mitglied in unser first-five-Wertpapier-Favoritenranking beförderte: Die Petroleos-Mexicanos– (PEMEX)-Anleihe rutschte aufgrund von Investitionen in der Berichtswoche auf Platz fünf unserer Liste. Die gerade emittierte dreijährige, in Euro denominierte Anleihe bringt dem Investor Kuponzahlungen von 3,75% ein. Das Ausfallrisiko ist nicht allzu hoch, denn die staatliche PEMEX wird von Moody’s aktuell mit Baa1 geratet. Das bedeutet: investmentwürdig oder mit mehr Worten: „Durchschnittlich gute Anlage. Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist aber mit Problemen zu rechnen“.


