
Renten-Aktien-Woche
Bei den Aktienkäufen der Woche finden sich Werte quer durch die Branchen vor allem aus Europa. Das Kaufranking gemäß Volumen führten an: LVMH Moët Henn. L. Vuitton; Assa-Abloy AB (B); Ryanair; Deutsche Bank; Assicurazioni Generali. Auch Papiere von Daimler, Henkel und Disney fanden Käufer. Auf den Verkaufslisten stehen u.a. LVMH Moët Henn. L. Vuitton und Ryanair. Manche Verwalter kauften also, was andere verkauften. Bei den Festverzinslichen entfiel etwa die eine Hälfte der Käufe auf Unternehmens-, die andere Hälfte auf Staatsanleihen. Unter den Letzteren waren viele Fünfjährige mit unterschiedlicher Restlaufzeit (bis 18/19/20): deutsche und französische, mehr spanische und noch mehr italienische. Abgegeben wurden fast nur Unternehmensanleihen. Damit wurde Sicherheit eingekauft, Risiko verkauft. Beides kostet zur Zeit etwas.
RELX Group Holland
Papiere von Reed-Elsevier N.V. (bzw. Relx) waren in der Berichtswoche ebenso gefragt wie die des Vorwochen-Top-Monats-Favoriten Bayer (siehe zu Bayer letzter NL /07, 2016/ unter „Käufe“). Die holländische Muttergesellschaft der RELX Group ist „einer der weltweit führenden Anbieter von Informationslösungen für Geschäftskunden.“ Der Kurs der Aktie notiert nach der deutlichen Erholung in der Berichtswoche aktuell bei knapp unter 15 Euro. Die relative „Outperformance“ der letzten vier Wochen im Vergleich zum DJ Stoxx 600 wird mit 4,88 % angegeben, wobei über ein Jahr eine relativ starke Korrelation (0,81) mit diesem Index bestand.
Bayer statt Linde
Der Unterschied zur Tabelle der Vierteljahresfavoriten in der Vorwoche besteht lediglich darin, dass die Aktie eines deutschen Industriegaseherstellers gegen die eines deutschen Pharmakonzerns ausgetauscht wurde: Linde fiel aus der Liste heraus, Bayer rutschte auch aufgrund der Käufe in der Berichtswoche rein. Deutscher Blue Chip wurde also gegen deutschen Blue Chip getauscht, so dass weiterhin zwei Dax-Werte im Favoritenranking positioniert sind. Wie lange noch?


