Märkte: Käu­fer­streik am Fonds­markt

das Gesche­hen auf den ein­zel­nen Märk­ten passt zur Bör­sen­si­tua­tion.

1. Am Akti­en­markt über­wie­gen sehr deut­lich die Ver­käufe. Wir inter­pre­tie­ren das als den Ver­such, Risi­ken aus den Depots zu neh­men, Aktien– und ins­be­son­dere die Einzel-​​Unternehmensrisiken abzu­sen­ken. Schaut man sich die Käufe und Ver­käufe an, kann man kaum wei­tere Schlüsse zie­hen. Für uns las­sen die Trans­ak­tio­nen ins­be­son­dere auf der Kauf­seite keine Trends erken­nen. Bei den Ver­käu­fen von Ein­zel­ak­tien besteht eine gewisse Prä­fe­renz für euro­päi­sche Werte. Es wur­den gene­rell betrach­tet inter­na­tio­nale Unter­neh­men aus der ers­ten und zwei­ten Reihe ge– und ver­kauft.

2. Am Fonds­markt fand so etwas wie ein Käu­fer­streik statt. Waren noch einige Ver­wal­ter bereit, ein­zel­nen Chan­cen auf Unter­neh­mens­ebene zu fol­gen, so will doch so gut wie kei­ner jetzt auf stei­gende Märkte set­zen. Das Markt­ri­siko fah­ren jetzt quasi alle Häu­ser zurück. Ent­spre­chend sind auch über­wie­gend pas­sive Fonds von den Ver­kaufs­or­ders betrof­fen, mit denen die Ver­wal­ter übli­cher­weise stra­te­gisch Märkte abbil­den. Auf­fäl­lig: Fast in allen Fäl­len wur­den euro­päi­sche oder deut­sche Indi­zes ver­kauft. Europa wurde ja schon wäh­rend der Grie­chen­land­krise stark unter­ge­wich­tet, dann mit der Ent­span­nung wie­der gekauft und nun kommt der Roll­back des Roll­backs.

3. Anlei­hen sind klar die der­zei­ti­gen Favo­ri­ten der Ver­wal­ter. Wir erwähn­ten schon die posi­tive Kurs­ent­wick­lung auf der Ren­ten­seite als einen Trei­ber der Trans­ak­tio­nen. Viel mehr kann man zur Ent­wick­lung nicht sagen, denn die ein­zel­nen Trans­ak­tio­nen erge­ben aggre­giert nicht das Bild neuer oder wach­sen­der Trends. Es wur­den Bun­des­an­lei­hen, mexi­ka­ni­sche Staats­an­lei­hen, aber auch Unter­neh­mens­an­lei­hen gekauft.

 

2016 02 1 Mon Fav

 

Ein-​​Monats-​​Favoriten: Kaum Ver­än­de­run­gen

Die Aki­en­kaufum­sätze des ver­gan­ge­nen Monats fal­len sehr beschei­den aus. Große Aus­sa­ge­kraft haben des­we­gen die favo­ri­sier­ten Titel der Ver­wal­ter eher nicht, Manch­mal ist es nur ein Haus, das beherzt zuge­grif­fen hat und damit einen Titel in die Favo­ri­ten­rang­liste brachte. Durch die weni­gen Käufe der ver­gan­ge­nen Woche hat sich das Bild kaum ver­än­dert. Hen­kel führt nach wie vor das Tableau an. Syn­genta ist neu auf der Liste. Der chi­ne­si­sche Staats­kon­zern Chem­china will den ame­ri­ka­ni­schen Che­mie­kon­kur­ren­ten über­neh­men. Die Euro am Sonn­tag schreibt dazu:

Die Chi­ne­sen bie­ten 465 Dol­lar je Aktie und eine Son­der­di­vi­dende von fünf Schwei­zer Fran­ken. Unter dem Strich läuft das auf 480 Fran­ken hin­aus. Der Vor­stand von Syn­genta emp­fiehlt, das Ange­bot anzu­neh­men. Die Frist beginnt am 4. April und läuft bis zum 23. Mai. Bör­sia­ner ­haben Zwei­fel, dass der Deal zustande kommt: Die Syngenta-​​Aktie notierte am Frei­tag etwa 15 Pro­zent unter dem Gebot der Chi­ne­sen. Aktio­näre hat­ten sich bei Syn­genta schon mal die Fin­ger ver­brannt, als der Vor­stand im ver­gan­ge­nen Jahr ein Gebot des Kon­kur­ren­ten Mon­santo ablehnte. Schei­tern könnte der Deal jetzt an poli­ti­schem ­Wider­stand. Vor allem in den USA – einem wich­ti­gen Absatz­markt für Syn­genta – wer­den Al­lianzen mit chi­ne­si­schen Staats­firmen kri­tisch geprüft. Fazit: Das Gebot erscheint ange­sichts des schwa­chen Markt­umfelds fair. Anle­ger soll­ten inves­tiert blei­ben und anneh­men.“

 

2016 02 3 Mon Fav

 

Drei-​​Monats-​​Favoriten: Anlei­hen beherr­schen das Feld.

In die Drei-​​Monats-​​Favoritenliste zieht eine wei­tere Anleihe ein. Damit sind die Ren­ten jetzt die beherr­schende Pro­dukt­ka­te­go­rie der belieb­tes­ten Wert­pa­piere der Ver­mö­gens­ver­wal­ter in den ver­gan­ge­nen drei Mona­ten. Sieht man die Rest­lauf­zei­ten der drei plat­zier­ten Anlei­hen an, dann fällt auf, dass sie sich im mitt­le­ren Bereich bewe­gen. das heißt, die Ver­wal­ter rech­nen jetzt noch stär­ker damit, dass die Zins­wende min­des­tens in den nächs­ten drei Jah­ren aus­blei­ben wird. Ein gutes Zei­chen? Uns erin­nert die Zins­stim­mung an den Roh­öl­markt. Die sin­ken­den Preise dort sind schon lange nicht mehr sti­mu­lie­rend.