
Staatsanleihen und ETFs mit hohem Volumen
Im Segment der Festverzinslichen stachen insbesondere zwei Staatsanleihen – eine französische und eine deutsche – aufgrund sehr hoher Investitionssummen einer Verwaltung mit großem Depot heraus (siehe „Käufe“). Ansonsten wurde nur in Unternehmensbonds investiert. Auch Fondsanteile wurden wieder – nach zwei Wochen äußerster Zurückhaltung – in Depots genommen, wobei insgesamt sogar vier Millionen Euro mehr ausgegeben wurden als für Anleihen. Bis auf eine Transaktion handelte es sich hierbei ausschließlich um ETFs, überwiegend Aktien (Europa, USA), aber auch Renten. Verkaufsseitig fielen drei ETF-Transaktionen wegen großer Volumina auf. Aktien wurden überwiegend verkauft, wobei die hohe Zahl von Transaktionen quer durch das Aktienuniversum der letzten Monate bemerkenswert war.
Monatsfavorit: Henkel AG
Die Henkel vz Aktie verdankt ihre Favoritenposition Käufen Mitte Januar und in der Berichtswoche. Mit dazu beigetragen haben dürfte der Umstand, dass die Ankündigung des Wechsels des geschätzten „Henkel-Chefs“ Kasper Rorsted zu Adidas temporär den Kurs drückte. Zudem erwarten optimistischere Analysten in ihren jüngsten Studien (so Berenberg), dass generell die europäische Haushaltswaren– und Konsumgüterbranche Umsatz und Margen steigern können, dass die großen Anbieter ihre Marktpositionen global zumindest halten werden und dass die Henkel-Aktie im Branchenvergleich günstig bewertet ist.
Häufiger Favorit: Anheuser Busch InBev
Die Anleihen von Goldman-Sachs (1. Platz), Deutsche Bank (3.) und FCE-Bank (nicht gelistet, aber gleichauf mit 5. Platz) verdanken ihre Positionen Käufen nur Mitte Dezember. Anders die Papiere von Allianz und Publicis Groupe, die auch im Januar gefragt waren. Gleiches gilt für die Aktien von Anheuser Busch InBev, die in der Berichtswoche ins Depot einer Vermögensverwaltung wanderten, die eigentlich in einer Äppelwoi-Region beheimatet ist. Der Kauf dürfte daher rein materiell motiviert sein, etwa weil der Großbrauer SABMiller, der bald von Anheuser Busch geschluckt wird, den Absatz im letzten Quartal 2015 um vier Prozent steigern konnte.


