
Märkte: Aktien dominieren
In der Betrachtung über die vier Produktarten Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate hinweg lag das Augenmerk von Käufern und Verkäufern klar auf den Aktien. Mehr als drei Viertel aller Umsätze bezogen sich auf diese Produktkategorie. Die Entscheider verkauften dabei für 1,1 Millionen Euro mehr Aktien als sie umgekehrt einkauften. Gesucht waren insbesondere französische Werte und Aktien der zweiten Reihe wie Sodexo oder Essilor. Die Entscheider verkauften dafür bekannte Namen, etwa Linde, Vivendi oder Microsoft.
Bei Anleihen gab es einen Verkäuferstreik. Gesucht waren (insbesondere von einer österreichischen Adresse) Unternehmensanleihen.
Interessanter als die Fondskäufe (z.B. etwa eines Mittelstandsfonds von DJE) waren die Verkäufe. Unter den Anteilsscheinen, die zurückgegeben wurden, fanden sich Gold-, Öl– und Asienfonds. Das heißt: Einige Verwaltungen befürchten ganz offenbar stärkere Kursrücksetzer und haben auf weniger Risiko geschaltet. Ob unter den in der vergangenen Woche noch unaktiven Häusern noch weitere verkaufen werden, wird sich jetzt schnell zeigen.
Nennenswerte Umsätze konnten endlich auch einmal wieder für den Derivatebereich vermeldet werden. Wir sahen den Kauf mehrerer Zertifikate auf den DAX und stellten umgekehrt Verkäufe etwa eines Euro Stoxx-Produktes fest.

Ein-Monats-Favoriten: Allianz
Der Versicherungs-Gigant aus München führt das Tableau der Ein-Monats-Favoriten an. Erstaunlich, denn die Versicherungsbranche steht im Moment alles andere als leuchtend da und die Aussichten vergleichen manche Beobachter mit denen von Eon und RWE. Die meisten Analysten bewerten Allianz mit „Buy“, derweil geht das Unternehmen einen eigenen Weg, um auch in Zukunft die garantierten Lebensversicherungserträge zahlen zu können. Man kaufte gerade in der laufenden Woche einen finnischen Windpark. Wer weiß, vielleicht bringt das frischen Wind auch in den Allianz-Kurs, der auf Zehn-Jahres-Basis gerade mal 15 Prozent Plus gemacht hat.

Drei-Monats-Favoriten: Keine Änderungen
Keine Änderungen gegenüber der vorvergangenen Woche gab es bei den Drei-Monats-Favoriten der Vermögensverwalter. Ganz oben steht weiterhin die Anleihe von Goldman Sachs. Sie ist flexibel verzinst. Momentan zahlt das legendäre US-Geldhaus 0,53% Zinsen. Der Kurs schwankt dabei um den Ausgabekurs von 100. Die jährliche Rendite beträgt entsprechend ebenfalls rund 0,5 Prozent, gerechnet bis zur Fälligkeit (11.9.2018).
