
Der in der Berichtswoche stark dominante Anleihenbereich mit einem Umsatz von mehr als 41 Millionen Euro rührt insbesondere aus Aufträgen, die eine alpenländische Adresse gab. Hier gab es Eindeckungen mit Corporates und einigen südeuropäischen Staatsanleihen. Insgesamt überwogen die Käufe die Verkäufe um mehr als acht Millionen Euro.
Im Aktienbereich machten die Käufe etwa Zweidrittel aller Transaktionen aus. Hier wurde eine breite Palette an Aktien von Unternehmen geordert, die entweder aus Deutschland (Bayer, BASF, Krones, Linde etc.) stammen oder die Inhaber sehr großer internationaler Marken (Microsoft, Apple, Amazon, Nestlé etc.) sind.
Ausgeglichen gestaltete sich der Handel bei Fonds und kaum erwähnenswert einmal wieder der Derivateanteil.
Bei den Monatsfavoriten konnte sich die Allianzaktie einen Platz im Vorderfeld erobern. Das Interesse der Verwalter an dem Versicherer geht einher mit dem Home Bias, der sich zum Jahresende bemerkbar macht. Große und bekannte Titel lassen sich den Kunden sehr gut zeigen. Das Vertrauen, und die damit verbundene Markenkraft mögen dabei in dem ein oder anderen Fall auch auf den Verwalter ausstrahlen. In jedem Fall erschüttern Verluste weniger als in anderen eher unbekannten Werten das grundsätzliche vertrauen der Kunden.
Im Dreimonatsbereich konnte eine Finanzanleihe von Goldman Sachs auf Anhieb den ersten Platz in der Wertung erobern. Die variabel verzinste Anleihe zahlt derzeit einen Zins von 0,531 Prozent bezogen auf den Nominalwert aus. Sie läuft noch drei Jahre. Wohl kein Zufall, dass eine variabel verzinste Anleihe zum Favorit der Verwalter geworden ist. Die FED hat schließlich nach Ansicht vieler Beobachter auf ihrer letzten Sitzung die Zinswende eingeleitet.


