Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Iberdrola S.A. | A0M46B |
| 2. | Procter & Gamble Co., The | 852062 |
| 3. | Deutsche Telekom AG | 555750 |
| 4. | Airbus SE | 938914 |
| 5. | SAP SE | 716460 |
Unter „1-Monats-Favoriten“ kommentiert der Verfasser des Newsletters die traditionell starke Ausrichtung einer deutschen Sportartikelfirma auf den Fußball und den großen Erfolg ihrer Trikotverkäufe im Rahmen der WM 2026. Man könnte dies – in Begriffen der Modellökonomie – gut auf sorgsam gepflegte Pfadabhängigkeit zurückführen.
Der Verfasser erinnert außerdem im genannten Kommentar an eine gewisse Präsenzlücke dieses Unternehmens im Radsport. Für diese Sportart entstand eine solche Pfadabhängigkeit offenbar nie.
Fast hätte eine solche ein anderes deutsches Unternehmen entwickelt. Denn es hatte sich in den späten 90er Jahren mit geradezu atemberaubender Geschwindigkeit zum neuen Radsportentwickler und Uniformschneider der Deutschen entwickelt.
Es handelte sich um keinen zünftigen Sportartikelhersteller, sondern um eine Aktiengesellschaft mit Fernmeldehintergrund. Sie war von den Konstellationen der Zeit dazu auserkoren worden, die Deutschen zu einem Volk der stolzen Magenta-Träger und der noch stolzeren Aktienbesitzer zu machen.
Ältere unter uns werden sich noch erinnern können: In den späten 90er Jahren verstopften an Wochenenden Massen von in Magenta-Trikots Gepresste mit ihren Rennrädern die Hügel des Landes. Darunter waren viele, denen man dringend ein e-Bike empfohlen hätte, wenn es diese Variante des technischen Dopings schon damals gegeben hätte.
Im Epizentrum dieses Begeisterungssturms stand die Deutsche Telekom AG. Der Aktienkurs des Unternehmens schnellte astronomisch in die Höhe, die Trikotverkäufe ebenso.
Wir brauchen das Auf und Nieder dieser historisch einmaligen deutschen Einheit von kurzzeitiger Aktien– und Radsportbegeisterung hier nicht zu rekapitulieren. Beides beruhte auf emotionalem Überschwang, auf „irrational exuberance“, wie Verhaltensökonomen gerne sagen.
Nachdem die Götzen der Pedale und ihr Umfeld sich als jene abgebrühten Profis entpuppt hatten, die sie waren, ging die treuherzig-romantische Begeisterung diesseits des Rheins in langanhaltende Enttäuschung, ja kaum kurierbares Beleidigtsein breiterer Bevölkerungskreise über. Das galt auch für Aktien.
Es ist daher nicht ganz unverständlich, dass auch das Unternehmen mit dem Fernmeldehintergrund sich wieder stärker auf sein Kerngeschäft der Datenübermittlung konzentrierte und sich seit geraumer Zeit in Sachen Sportfokus an Adidas orientiert.
Daher lesen wir auch jetzt wieder über die Deutsche Telekom (dpa-AFX):
„Das Unternehmen hat sich beim Wettbieten um ein Paket für 104 Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 durchgesetzt. Alle Partien des Turniers in sechs verschiedenen Ländern werden in vier Jahren nur beim kostenpflichtigen Sender MagentaTV zu sehen sein – so wie bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko. …
‚Jetzt kann ich das bestätigen‘, sagte Telekom-Deutschland-Chef Rodrigo Diehl vor dem WM-Endspiel zwischen Spanien und Argentinien bei MagentaTV. ‚Wir haben die Rechte für die WM in 2030 erworben, wir haben das schon unterschrieben. Ich freue mich total auf das, was kommt.‘“
Ob sich die Aktionäre gleichfalls total freuen werden, egal was kommt?
Top-Verkäufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 3.5 HMCB 28 Anl | HCB0B6 |
| 2. | Capgemini SE | 869858 |
| 3. | L&G Gld Mng USD-Acc | A0Q8HZ |
| 4. | Xtrackers II EUR Over.Rate Sw. 1C | DBX0AN |
| 5. | McDonalds Corp. | 856958 |
