Top-​​Käufe

nach Umsatz­größeWKN
1.Roche Genüsse 855167
2.Barry Cal­le­baut AG XSWX 914661
3.iSha­res Core DAX UCITS ETF 593393
4.iShsIII-Gl.Infl.L.Gov.Bd U.ETF A0Q41X
5.1,375% Comp​.De St.-Gobain A19JLN

Der Auf­schwung der deut­schen Wirt­schaft ist laut Ifo-​​Geschäftsklimaindex wei­ter­hin intakt. Neu­este Daten zur US-​​Konjunktur sind punk­tu­ell nicht ganz so gut aus­ge­fal­len wie erhofft, teil­weise – wie nach der jüngs­ten Revi­sion der BIP-​​Daten für Q2 Ende der Berichts­wo­che deut­lich wurde – waren sie jedoch bes­ser. Aller­dings ist auch hier die „Vola­ti­li­tät“ von Daten und Befra­gun­gen bzw. Erwar­tun­gen zu berück­sich­ti­gen. Gleich­wohl setzte der IWF in der Berichts­wo­che seine Pro­gno­sen für das US-​​Wirtschaftswachstum in die­sem und im nächste Jahr mit 2,1% etwas nach unten (bis­her: 2017: 2,3%; 2018: 2,5%). Des­sen unge­ach­tet scheint der glo­bale Wachs­tums­trend nach wie vor sta­bil zu sein. Die 26. Berichts­wo­che war daher vor allem von den Ver­laut­ba­run­gen der zwei wich­tigs­ten Zentralbank-​​Chefs geprägt.

Frau Yel­len äußerte sich in Lon­don besorgt über eine mög­li­che Über­be­wer­tung der Ver­mö­gens­preise. Damit drückte sie wohl den Preis von Aktien und Wäh­run­gen von Schwel­len­län­dern. Noch stär­ker wirk­ten sich auf den Finanz­märk­ten Worte von EZB-​​Chef Draghi aus. Draghi beschrieb in einer Rede die gegen­wär­tige Geld­po­li­tik als – aus sei­ner Sicht – wirk­sa­mes und daher tem­po­rä­res Instru­ment und stellte sie in den Erwartungs-​​Kontext der län­ger­fris­ti­gen Wachs­tums­dy­na­mik. Das fachte die stets sprung­be­rei­ten Phan­ta­sien beim euro­päi­schen, vor allem aber deut­schen Markt­pu­bli­kum in Bezug auf einen schnel­le­ren Aus­stieg aus der hyper­lo­cke­ren Geld­po­li­tik der EZB an. Schnell rea­gier­ten zumin­dest die Märkte: Der Euro stieg im Ver­hält­nis zum US-​​Dollar sprung­haft. Er blieb selbst, nach­dem es von Sei­ten der EZB hieß, Draghi sei miss­ver­stan­den wor­den, auf einem höhe­ren Niveau. Und auch die Bör­sen rea­gier­ten gerade in Europa mit wei­te­ren Kurs­rück­gän­gen. Grund war, dass das all­ge­meine Räso­nie­ren über eine mög­li­che bal­dige EZB-​​Zinswende anhielt. Dazu trug in Deutsch­land auch noch die etwas höher als erwar­tete Jah­res­in­fla­tion von 1,6% (statt 1,4) bei. Der Dax ging schließ­lich nach Kurs­ver­lus­ten im Ver­lauf der Woche von 12733 auf 12325 nach unten, der Euro Stoxx 50 von 3543 auf 3441. Vor die­sem Hin­ter­grund fand der Han­del der Berichts­wo­che statt. Dass die Ver­wal­tun­gen ein reges Inter­esse an Akti­en­in­vest­ments hat­ten, spricht dafür, dass sie nur von einer kurz­fris­ti­gen „Irri­ta­tion“ der Märkte aus­gin­gen. Des­halb dürf­ten für sie „fun­da­men­tale“ Kon­junk­tur­er­war­tun­gen, die, wie gesagt, rela­tiv gut sind, beim Kauf ent­schei­den­der gewe­sen sein.

Schwei­zer Titel sind ganz oben in unse­rer Top-​​Verkäufe-​​Liste: Roche auf dem ers­ten Platz im abso­lu­ten Ran­king, Nestlé auf zwei­ter Posi­tion in der rela­ti­ven Tabelle. Im News­let­ter 24 vor zwei Wochen schrie­ben wir, dass der akti­vis­ti­sche Hedge-​​Fonds-​​Manager Daniel S. Loeb von Third Point Fund bei Bax­ter Inter­na­tio­nal die Macht über­nom­men habe, was den Akti­en­kurs hoch­ge­trie­ben habe. Das hat Loeb, der als noto­ri­scher Brie­fe­schrei­ber gefürch­tet ist, nun offen­bar auch mit Nestlé vor. In einem Brief gab Loeb seine „For­de­run­gen“ bekannt. Unter ande­rem sol­len ein kon­kre­tes Mar­gen­ziel fest­ge­legt, Aktien rück­ge­kauft, eine höhere Ver­schul­dung ein­ge­gan­gen und der L’Oréal-Anteil ver­kauft wer­den. Diverse Beob­ach­ter sind der Ansicht, dass die For­de­run­gen durch­aus nicht destruk­tiv, son­dern sogar, zumin­dest in der kür­ze­ren bis mitt­le­ren Frist, kon­struk­tiv und par­ti­ell kon­sens­fä­hig seien. Nach Bekannt­wer­den des Brie­fes ging am Mon­tag der Berichts­wo­che der Kurs der Aktie von Nestlé um 4% nach oben auf ein All­zeit­hoch. Ein kurz dar­auf ange­kün­dig­tes Akti­en­rück­kauf­pro­gramm von Nestlé wurde als Reak­tion auf Loebs Brief inter­pre­tiert, von der Geschäfts­lei­tung wurde die­ses Motiv aber bestrit­ten; man sei auf „diese Idee“ schon vor län­ge­rer Zeit sel­ber gekom­men.

Top-​​Käufe

nach Depot­ge­wichtWKN
1.2,875% Dürr AG Anl.14/21.8 A1YC44
2.Nestlé S.A XVTX A0Q4DC
3.Alten S.A XBER 918312
4.iSha­res Core DAX UCITS ETF 593393
5.Ind. de Diseño T. SA.2 XMCE A11873