Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 1,6% Spanien 15 – 25.4 | A1ZVCP |
| 2. | 1,5% BTP Italy 14/19.1 | A1ZLMH |
| 3. | 0,7% B.T.P. 15 – 20 | A1Z02M |
| 4. | 0,4% Spanien 17 – 22.3 | A19B40 |
| 5. | 0,1% B.T.P. 16 – 19 | A180D7 |
Auf der Kaufliste der Berichtswoche stehen nur Renten-Transaktionen. Man würde daraus nicht unbedingt schließen, dass der Dax gegen Ende der Berichtswoche ein Rekordhoch erreicht hatte. Selbst wenn, wie unter „Märkte und Favoriten“ gesagt wurde, die Umsatzstruktur der Handelswoche Eigentümlichkeiten bzw. Präferenzen der vergleichsweise wenigen Vermögensverwaltungen reflektierte, die uns in der Berichtswoche ihre Daten übermittelten, kann der Totalausfall von Aktieninvestments in Woche 22 doch als Indiz dafür gewertet werden, dass der Appetit nach Aktien wohl generell nicht allzu groß war. Denn auch einige der Verwaltungen, die in den letzten Monaten durchaus Stock Picking betrieben, haben in der Woche vom 29. Mai bis 2. Juni darauf ganz verzichtet.
Dennoch hat die Woche gerade den offensiveren, aktienhaltigeren Depots sehr gut getan. Nichts anderes war zu erwarten. Die Depots der ausgewogenen Risikoklasse III konnten sich im Hinblick auf die Jahresperformance von 2,89% vor zwei Wochen auf 3,58% am Ende der Berichtswoche steigern. Die im Wesentlichen in Aktien investierenden Depots der dynamischen Risikoklasse konnten sich im Durchschnitt sogar von 8,81% auf 10,41% verbessern. Beide Risikoklassen haben Ende der Berichtswoche mit einem Indexstand von 170,39 bzw. 223,58 ein Allzeithoch der Wertentwicklung (seit 2010) erzielt. Die Rekordhochs der Depots dieser beiden Risikokategorien wurden also, wenn wir uns an der Stichprobe der Woche orientieren, sozusagen „aussitzend“ gefeiert, jedenfalls nicht jubelnd in Gestalt euphorischer Aktieninvestments. Stattdessen waren Anleihen Trumpf. Das könnte partiell durchaus zu kleinen Trends der Woche passen. Immerhin waren laut Marktbeobachtern sichere (Staats-)Anleihen generell wieder stärker gefragt, weil trotz guter konjunktureller Aussichten insbesondere politische Unsicherheiten wieder ihre Schatten bzw. Nebel warfen. Nicht nur der vielfach als Rückschritt interpretierte G7-Gipfel und der Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen hat das Vorsichtsmotiv bei manchen Anlegern aktiviert, sondern – neben der Wahl in Großbritannien – die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen in Italien schon in diesem Jahr mit allen zu erwartenden Folgeerscheinungen.
Was sagen nun die uns vorliegenden Kaufdaten? Investiert wurde sowohl in Unternehmens– wie in Staatsanleihen. Bei Letzteren wurden insbesondere von einer Verwaltung Stücke von Bonds mit kürzeren Restlaufzeiten abgegeben, dafür wurden Anteile von Staatpapieren mit noch etwas längerer Laufzeit ins Depot genommen. Auf den Einkaufszetteln standen u.a. Schuldverschreibungen Portugals, Spaniens und Italiens – ebenso wie auf den Verkaufslisten. Über die Situation in Portugal im Zusammenhang mit Anleihen haben wir bereits im letzten Newsletter (Woche 21) geschrieben. Während Portugal sich in den letzten Wochen zunehmend zu einem Liebling der Märkte entwickelte, weil Anleger von Kursgewinnen profitieren konnten, haben sich in der Berichtswoche, wie gesagt, vor allem mit Blick auf Italien die Sorgenfalten der Marktbeobachter weiter vertieft. Dennoch waren auch italienische Staatsanleihen gefragt.
Die erstplatzierte, mit einem Kupon von 1,6% ausgestatte Spanienanleihe wurde am 27.01.2015 emittiert und wird am 30.04.2025 fällig. Die Anleihe rentiert aktuell mit 1,15%. Die zweitplatzierte, mit einem Kupon von 1,5% ausgestattete Italienanleihe läuft bis 1.8.2019 und rentierte am 6.6. mit 0,02% knapp über Null.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 0,75% Lvmh 17/24 MTN.1 | A19HW1 |
| 2. | 0,625% Dt.Telek.Intl F.16 | A18Y8N |
| 3. | 2,625% Prosie.sat.1 Anl.14/21 | A11QFA |
| 4. | 4,8% Portugal 10 – 20 | A1ATN7 |
| 5. | 1,5% BTP Italy 14/19.1 | A1ZLMH |
