Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 0,35% B.T.P. 16 – 21 | A1V2BV |
| 2. | ESTX 50 (TB) 03/18.1 | TD4V3J |
| 3. | 1,125% Sixt Leasing 17/21 | A2DADR |
| 4. | SPDR Bar.Em.Mkts Loc. Bd ETF | A1JJTV |
| 5. | Banco di Santander (DZB) 0.1 | DGN2VV |
Die Kaufdatenliste der Berichtswoche ist fast ein unbeschriebenes Blatt, jedenfalls wenn man nicht die Lupe verwendet, die auch kleine Beträge groß erscheinen lässt. Anleihen führen in der 13. Woche das Umsatzranking an mit 0,55 Mio. Euro, vor Derivaten mit 0,20, Aktien mit 0,08 und Fonds mit 0,03 Mio. Euro. Bei den geringen Kaufumsätzen und auch den meist bescheidenen Investitionssummen pro Transaktion in der Berichtswoche fällt nun allerdings ein Problem weg, das bei den von uns erfassten Käufen sonst manchmal auftritt. Bei den firstfive-Topkäufen sind nämlich nicht selten Wertpapiere ganz oben positioniert – insbesondere in der absoluten Kaufliste – die aufgrund einer hohen Mindestanlagesumme für die wenigsten Privatanleger in Frage kommen dürften. Teilweise handelt es sich hierbei nur um eine spezielle Anteilklasse eines (aktiven) Fonds, die für institutionelle Anleger mit hohem Anlagebetrag gedacht ist und die dementsprechend kostengünstig ist. In diesem Fall können Privatanleger oftmals eine auf sie zugeschnittene Anteilklasse des Fonds finden, die in der Regel etwas teurer ist. Manche Wertpapiere sind auch nur auf Institutionelle zugeschnitten: ein Beispiel dafür in Bezug auf unsere firstfive-Depots wären Anleihen mit hoher Mindeststückelung (das gilt etwa für die im Wertpapierfavoriten-Ranking über 3 Monate zweitplatzierte Pemex-Anleihe) oder Produkte, deren Anlegerinformation ausdrücklich den Hinweis enthält, dass das Wertpapier aufgrund seiner Komplexität, seines spekulativen Charakters oder anderer Merkmale nur für Profis geeignet ist.
Unterschiede, die in der Regel zwischen Profis und der Mehrheit der Privatanleger bestehen, können daher eine „Imitation“ behindern oder diese nicht ratsam erscheinen lassen, selbst wenn die Beobachtung von Profi-Entscheidungen ansonsten sehr lehr– und inspirationsreich sein mag. Differenzen zwischen beiden Gruppen bestehen, folgt man Studien, unter anderem im Hinblick auf a) die Größe der verwalteten Depots; b) die zeitlichen und personellen Ressourcen, die man für Geldanlage aufzuwenden bereit oder fähig ist, c) die Expertise, die man dabei in die Waagschale werfen kann. Beispiel Größe: auch wenn z.B. ein Privatanleger in ein Papier mit hoher Mindestanlagesumme investieren könnte, würde dies wahrscheinlich die Chancen reduzieren, das Portfolio breit zu streuen, d.h. zu diversifizieren und damit unter Ertragsgesichtspunkten überflüssiges Risiko abzubauen. Beispiel Research: Bei der Einzeltitelauswahl gerade auf weniger transparenten Märkten erhöhen beschränkte Ressourcen die Wahrscheinlichkeit einer suboptimalen Titelselektion. Viele Privatanleger lösen solche und ähnliche Probleme heute, indem sie mit Hilfe von ETFs oder Fonds die Diversifikation hoch und den Verwaltungsaufwand niedrig zu halten versuchen; Einzeltitelauswahl wird dann auf vertraute Märkte beschränkt. Ähnlich verfahren vom Prinzip her zwar auch Profis – was man beispielsweise daran erkennt, dass das Anlageuniversum für Aktien-Einzeltitel bei den von uns erfassten Depots sich im Großen und Ganzen auf die transparenten Märkte der USA und Europa beschränkt. Aber die genannten Differenzen machen dann doch meistens einen Unterschied, der sich etwa im Hinblick auf den Umfang des gewählten Anlage-, Produkt– und Strategieuniversums niederschlagen kann. Das sollten Privatanleger bei der Lektüre und Prüfung der hier referierten Anlageentscheidungen von Profis im Hinterkopf behalten.
Betrachten wir noch kurz die relative Topkäufe-Tabelle: Ganz oben steht ein Discount-Zertifikat auf den Index Euro Stoxx 50; das Zertifikat ist, wenn man das Auszahlungsprofil bei Fälligkeit betrachtet, gegenüber dem Basiswert im Vorteil, wenn der Index sich seitwärts bewegt oder fällt. Kein Ausdruck der Hoffnung auf weitere Anstiege, sondern eine defensive Maßnahme. Bemerkenswert auch, dass zudem zwei US-Aktien den Sprung in das relative Topkäufe-Ranking geschafft haben, die gewissermaßen der Technofront der www– bzw. Software– und Computerbranche angehören: Alphabet (ehemals: Google) und Oracle.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | ESTX 50 (TB) 03/18.1 | TD4V3J |
| 2. | Banco di Santander (DZB) 0.1 | DGN2VV |
| 3. | Alphabet Inc. XNAS | A14Y6H |
| 4. | Oracle Corp XNYS | 871460 |
| 5. | 0,35% B.T.P. 16 – 21 | A1V2BV |
