Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | CS-Com.Co.ex-Agr.EW I.TR U.ETF I XETR | ETF090 |
| 2. | 6,75% Fiat Fin.+Trade 13/19 MTN | A1HNFZ |
| 3. | ICS-Euro Liquidity (Acc.) EUR | A0DPJF |
| 4. | ComStage 1-MDAX UCITS ETF I XETR | ETF907 |
| 5. | Vivendi S.A XETR | 591068 |
In unseren Topkauflisten versammelt sind Unternehmensanleihen, Einzelaktien und Fonds, darunter nur ein aktiver Fonds, der in Geldmarktinstrumente anlegt und für institutionelle Anleger gedacht ist. Die anderen Fonds sind ETFs. Das im Top-Käufe-Ranking gemäß Kaufvolumen erstplatzierte Vehikel ist ein mit der Risikoklasse 6 (von 7) bewerteter Rohstoff-ETF (WKN: ETF090), der den Commerzbank Commodity ex-Agriculture EW Index TR nachzubilden bestrebt ist. „Der Index spiegelt die Wertentwicklung von 12 Rohstoffen in den Bereichen Energie, Edel– und Industriemetalle wider, die durch Terminkontrakte abgebildet werden. Sämtliche im Index durch Terminkontrakte abgebildete Rohstoffe sind anfänglich mit 8,333% gleichgewichtet. Die Gewichtung wird zu bestimmten Terminen überprüft und angepasst.“ (Anlegerinformationen). Die Wertentwicklung über die letzten Jahre ist durchmischt. 2015 war mit einem Minus von über 31% das schlechteste Jahr. Für die letzten 12 Monate wird die Performance mit 13,7% angegeben.Der gleichfalls im absoluten Topkäufe-Ranking platzierte EFT auf den MDAX konnte über 1 Jahr sogar um 19% zulegen.
Demgegenüber bewegte sich die Performance beim fünftplatzierten ETF im Ranking gemäß Depotgewicht in diesem Zeitraum um über 1% nach unten. Allerdings ging es bei diesem Fonds bis Sommer 2016 – ähnlich wie beim Goldpreis, nur noch stärker – mit der Wertentwicklung steil nach oben, dann bis Dezember wieder nach unten, dann wieder hoch und auch wieder runter. Sehr hohe Volatilität in diesem Zeitraum, daher handelt es sich um ein sehr spekulatives Vehikel, entsprechend hoch ist die Risikoklasse (7 von 7).Kein Wunder, denn wir befinden uns hier auf einem Feld, das Spieler stärker anzieht, als dies „Normalaktien“ tun können. Denn „Ziel des Fonds ist es, die Wertentwicklung des Solactive Global Pure Gold Miners Net Total Return Index … nachzubilden. Der Index misst die Wertentwicklung von großen, weltweit kotierten Unternehmen, die mindestens 90% ihres Umsatzes durch Goldabbau erwirtschaften.“ (Anlegerinformationen)
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | ICS-Euro Liquidity (Acc.) EUR | A0DPJF |
| 2. | ESTX 50 (TB) 06/18.10 | TD4V3P |
| 3. | 4.50 CAIXAB 12 /PF.0 | A1HCNS |
| 4. | Gilead Sciences Inc XETR | 885823 |
| 5. | UBS(I)ETF-Sol.Gl.Pu.G.Min.U.E. | A1JVYP |
Hier dürfte dann auch die Neigung am größten sein, ein passives Produkt im Sinne des aktiven Managements zu (be-)handeln. Wie vor einiger Zeit eine wissenschaftliche Studie von Professor Hackethal und Kollegen für Deutschland aber zeigte, ist eine generelle aktive Strategie mit ETFs für Privatanleger nicht ratsam, sondern langfristig einer buy-and-hold-Strategie unterlegen. Demnach sollte diese Anlegergruppe bei ETFs im allgemeinen auf aktive Strategien (Market Timing) verzichten. In Verlängerung dieses Gedankens taucht dann allerdings die noch viel radikalere Frage neugierig am Horizont auf: Sollte man auf aktive Strategien generell verzichten? In einem am 11. März bei Barron’s erschienen Beitrag ging Sonia Talati dieser Frage nach.
Als Antworten dienten ihr Erklärungen von Lisa Shalett von Morgan Stanley, die sich auf eine hauseigene Studie über das Verhältnis von passiven und aktiven Strategien beziehen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass über einen 20-Jahres-Zeitraum eine Kombination von aktiven und passiven Strategien am besten abschnitt; sie überbot eine nur aktive oder eine nur passive Strategie um 25 bis 30 Prozent. Das wirklich Schwierige aber ist, dass das Ergebnis nicht für alle Zeiten und Räume gilt. Denn es kommt auf die Umstände an. Beschränken wir uns hier auf Zeiten und wandelnde Konstellationen: In manchen Zeitabschnitten und in manchen Situationen ist eine passive Strategie (z.B. Aktien-ETFs), in anderen eine aktive Strategie (z.B. Einzel-Aktien, deren Portfolio von Indizes abweicht) überlegen. Die Kunst besteht hier also darin, zu bestimmen, wie aktive, wie passive Strategien für eine bestimmte Phase zu gewichten sind. Diese Art einer Metastrategie ist dann aber offensichtlich keine „passive“, sondern eine aktive Metastrategie. Es scheint also demzufolge keinen geruhsamen Königsweg zu geben, wenn man die Ertragschancen möglichst gut ausnützen möchte.
