Bei den von uns erfass­ten Käu­fen über­traf das Volu­men der Bond-​​Transaktionen mit 6,62 Mio. Euro den Kauf­um­satz der Aktien im Wert von 4,16 Mio. Euro deut­lich. Ganz oben im Ran­king der Top-​​Käufe der Berichts­wo­che gemäß Umsatz­vo­lu­men sind zwar zwei Aktien posi­tio­niert, aber auf den Plät­zen 3, 4, 6 und 7 ste­hen Staats­an­lei­hen Frank­reichs (3,7) und Deutsch­lands (4,6).

Die dritt­plat­zierte Frankreich-​​Anleihe, die mit einem Kupon von 4,25% aus­ge­stat­tet ist und bis Okto­ber 2018 läuft, weist gegen­wär­tig eine selbst für ver­gess­li­che Anle­ger leicht zu mer­kende Ren­dite von 0,00% auf. Die viert­plat­zierte, bis 2019 lau­fende 3,7%-Bundesanleihe ren­tiert gleich­falls mit 0,00%. Trotz die­ser unbe­streit­ba­ren mne­mo­tech­ni­schen Vor­teile könnte bereits an die­ser Stelle den einen oder ande­ren Anle­ger der bange Wahn bedrän­gen: Dür­fen Staats­an­lei­hen neu­er­dings per Gesetz nur noch mit 0,00% ren­tie­ren? Der Bericht­er­stat­ter, der schon Ver­rück­te­res hörte, das von der Rea­li­tät bestä­tigt wurde, schaute daher sicher­heits­hal­ber bei der im Ran­king sechst­plat­zier­ten ein­pro­zen­ti­gen Bun­des­ob­li­ga­tion (114167) nach. Und siehe da: Ren­dite: 0.00%. Also nahm er auch die siebt­plat­zierte Frankreich-​​Anleihe (A1HMJ8) unter die Lupe: Ren­dite 0,00%. Ist also doch was dran an der wun­der­li­chen Phan­ta­sie? Die Auf­lö­sung lau­tet, um es kurz zu machen: einige Spa­nien– und Ita­li­en­an­lei­hen, die in der Berichts­wo­che in die Depots wan­der­ten, ren­tier­ten mit Wer­ten grö­ßer Null. Und man­che Anle­ger wür­den sich wohl freuen, wenn die Mindest-​​Rendite gesetz­lich bei 0,00% fest­ge­zurrt wäre. Das wäre dann immer­hin noch ein nicht­ne­ga­ti­ver nomi­na­ler Min­dest­lohn für das ein­ge­gan­gene Risiko. Aber aus der For­mel: „Ren­dite ohne Risiko“ ist bekannt­lich schon längst die Rede vom „Risiko ohne Ren­dite“ gewor­den. Das bedeu­tet also: Nega­tiv­ren­dite für Sicher­heit. Und das ist zwi­schen­zeit­lich die Rea­li­tät in einer Viel­zahl von Län­dern. Käufe Depotgewicht

In Japan etwa ren­tie­ren auf­grund der star­ken Kurs­an­stiege knapp zwei Drit­tel der dor­ti­gen Staats­an­lei­hen unter Null. Solange die Kon­junk­tur­sor­gen in Bezug auf China und die USA sowie die hohe Vola­ti­li­tät an den Finanz­märk­ten anhal­ten oder sich ver­stär­ken, wird die­ser Preis der Sicher­heit auch gezahlt. Das ist viel­leicht eine harte, eine unan­ge­nehme Rea­li­tät, die eine Ten­denz zur Ver­fes­ti­gung hat. Aber das sollte einen nicht dazu ver­lei­ten, sich ganz die Cham­pa­gner­laune ver­der­ben zulas­sen, die even­tu­ell auf den Akti­en­märk­ten war­tet.

Denn die „Cham­pa­gner­her­stel­ler haben im ver­gan­ge­nen Jahr so viel Umsatz mit dem edlen fran­zö­si­schen Schaum­wein gemacht wie noch nie. Der Champagner-​​Verband schätzte den Jah­res­um­satz am Mitt­woch in einer Mit­tei­lung auf einen Rekord­wert von etwa 4,75 Mil­li­ar­den Euro – rund 5,6 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Die Zahl der ver­kauf­ten Fla­schen stieg um 1,7 Pro­zent auf 312,5 Mil­lio­nen. Vor allem der Export legte zu, in Frank­reich sta­gnierte die ver­kaufte Cham­pa­gner­menge. Aller­dings bleibt wei­ter­hin mehr als die Hälfte aller welt­weit abge­setz­ten Fla­schen Cham­pa­gner in Frank­reich.“ (dpa afx, 17.2.2016) Das dürfte auch der Aktie des in unse­rem Kauf­ran­king erst­plat­zier­ten Luxusgüter-​​Konzerns LVMH Moët Hen­nessy – Louis Vuit­ton  Auf­trieb gege­ben haben, der auch Schaum­weine pro­du­ziert. Bereits am 3. Februar ver­mel­dete dpa: „LVMH stei­gerte den Umsatz im Jahr 2015 um 16 Pro­zent auf die Rekord­höhe von 35,7 Mil­li­ar­den Euro. Wech­sel­kurs­be­rei­nigt ergab sich ein Plus von sechs Pro­zent. Der Gewinn aus dem lau­fen­den Geschäft legte um 16 Pro­zent auf 6,6 Mil­li­ar­den Euro zu. LVMH erzielte starke Absatz­zah­len in Europa, den USA und in Japan und trotzte damit sta­gnie­ren­den Umsät­zen in China.„ LVMH stei­gerte dem Bericht zufolge für 2015 die Gesamt­di­vi­dende (mit 3,55 Euro) gegen­über dem Vor­jahr um elf Pro­zent. Bei einem Kurs von 151 Euro ent­spricht dies einer Divi­den­den­ren­dite von 2,35 Pro­zent.