Das Kaufvolumen während der Berichtswoche mit knapp 5 Mio. Euro verteilte sich auf Anleihen (2,94 Mio. Euro), Fonds (0,99), Aktien (0,90) und Derivate (0,12). Im Bereich der Festverzinslichen waren die Summen pro Transaktion, verglichen mit den anderen Käufen der Berichtswoche, relativ hoch (nicht aber, wenn man sie mit durchschnittlichen Käufen vergleicht, die wir sonst beobachten – namentlich im Rentenbereich). Das ist u.a. darauf zurückzuführen, dass hier insbesondere Vermögensverwaltungen mit großen Depots aktiv waren. Und das ist auch der Grund, weshalb sich unter den first five im absoluten Ranking der Wertpapierkäufe (gemäß Umsatzgröße) wieder einmal vier Bonds plus ein Bond-Fonds tummeln, während im relativen Ranking (gemäß Depotgewicht) dann doch immerhin vier Aktien den Sprung unter die ersten Fünf schafften.
Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 0,25% Rep. FSE 16 – 26 O.A.T..1 | A1VQ1A |
| 2. | M&G Invt(7)-M&G Gl FR HY Bd Fd EUR C-H Acc | A1141M |
| 3. | 0,875% Ericsson 17/21 MTN | A19DRK |
| 4. | 0,375% Unilever 17/23 MTN | A19DB0 |
| 5. | 1,25% B.T.P. 16 – 26 | A1V1MZ |
Gefragt waren bei den Anleihen sowohl Unternehmens– wie Staatspapiere. Die in beiden Listen erstplatzierte, bis 2026 laufende 0,25%-Frankreichanleihe (WKN: A1VQ1A) wurde am 25.11.2015 emittiert und rentiert bei einem Kurs von 93,4 aktuell mit 0,97 %. Interessanter unter dem Renditegesichtspunkt erscheint hier der im absoluten Ranking zweitplatzierte, im September 2014 aufgelegte Bondfonds (WKN: A1141M), der in High Yields investiert: „Mindestens 70% des Fonds sind in Asset-Backed Securities (ABS) oder in Floating Rate Notes (FRNs) investiert, die von Regierungen und High-Yield-Unternehmen aus der ganzen Welt begeben werden. FRNs sind Anleihen (verzinsliche Darlehen an Staaten oder Unternehmen), deren Zinszahlungen oder Kupons variabel sind. High-Yield-Unternehmen zahlen im Allgemeinen relativ hohe Zinsen, mit denen die Anleger für ein höheres Ausfallrisiko kompensiert werden. ABS sind Anleihen, die durch Vermögenswerte besichert sind, die Cashflows generieren, wie zum Beispiel Hypotheken oder Darlehen. Durch die Anlage in FRNs soll der Fonds ein Gegengewicht gegen steigende Zinssätze bieten.“ (Wesentliche Anlegerinformationen, 10. Febr. 2017). Die Wertentwicklung für 2016 des mit der Risikostufe 3 (von 7) bewerteten Fonds gibt das zitierte Dokument mit 7,1% (2015: 0,1) an, bei einem Ausgabeaufschlag von 1,25% und laufenden Kosten von 0,83%.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | 0,25% Rep. FSE 16 – 26 O.A.T..1 | A1VQ1A |
| 2. | Johnson & Johnson XNYS | 853260 |
| 3. | Amgen Inc XNAS | 867900 |
| 4. | Facebook Inc. A XNAS | A1JWVX |
| 5. | Shire PLC XMUN | A0MMAG |
Eine Vermögensverwaltung sehr knapp nördlich der berühmten Mainlinie hat in der Berichtswoche an der Aktie von Johnson & Johnson so sehr Gefallen gefunden, dass daraus ein Investment entstand, das auf unserer relativen Top-Kaufliste auf den zweiten Platz kam. Da die Aktie bereits in den Vorwochen unter den von uns erfassten Verwaltungen Käufer fand, ist sie auch in unserer Aktien-Favoritenlisten der letzten vier Wochen präsent. Johnson & Johnson zählt zu den größten Unternehmen der Health-Care-Branche weltweit und bietet von Markenprodukten wie Penaten, über Augentropfen, Schmerzmittel, Kontaktlinsen bis zu Diabetesmedikamenten etc. vieles an, was die Gesundheit zu befördern verspricht bzw. der Krankheit das Leben schwer bis unmöglich machen soll. Seit man das Schweizer Medizintechnikunternehmen Synthes übernommen hat, ist man zudem in der Orthopädie-Sparte aktiv. Jüngst sorgte Johnson & Johnson wieder für Schlagzeilen, als man sich einig wurde, für 30 Milliarden Dollar die Schweizer Biotechfirma Actelion zu kaufen: die Summe war wohl zu hoch, als dass Actelion-Chef und –Gründer Jean-Paul Clozel, der immer unabhängig bleiben wollte, hätte nein sagen können. Die Aktie des per Hauptsitz in Brunswick, New Jersey, beheimateten Health-Care-Riesen bewegte sich denn auch im Februar noch kräftiger nach oben als der Dow Jones, in dem das Unternehmen gelistet ist.
