Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | FT AccuGeld (G) EUR | A1CUGJ |
| 2. | ICS-Euro Liquidity (Acc.) EUR | A0DPJF |
| 3. | Cap Gemini S.A XPAR | 869858 |
| 4. | JPMorgan-US Value Fund I(dist)USD | A1W5WD |
| 5. | Sulzer AG XVTX | A0NJPK |
Der Handel der Woche war zwar von Aktien geprägt. Betrachtet man aber nur die Käufe, dann waren Fonds mit 3,14 Mio. Euro gegenüber Aktien mit 3,11 Mio. Euro, wie es scheint, ein klein wenig mehr gefragt. Aber was heißt schon „gefragt“? So klar ist dieses Wort oder besser: diese Floskel bei näherem Hinsehen gar nicht. Schaut man nämlich auf die Zahl der Kauftransaktionen in der Berichtswoche, dann registrieren wir fünfmal mehr Käufe im Aktien– als im Fondssegment. Insofern waren Aktien mehr gefragt als Fondsanteile. Und schaut man auf das Zustandekommen der großen Kaufsumme bei Fonds, dann zeigt sich, dass ein einziges Investment knapp 70% des Kaufumsatzes in diesem Segment ausmachte. Im Vergleich dazu trug das größte Einzelinvestment bei Aktien nur zu knapp 14% zur Gesamtsumme der Aktienkäufe bei. Auch hier zeigt sich wieder einmal, dass aggregierte Daten differenziert betrachtet werden müssen, weil die Interpretation reiner Summengrößen schnell zu fragwürdigen oder falschen Schlüssen führen kann.
Das größte Investment der Berichtswoche betraf einen Geldmarkt-Fonds, den FT AccuGeld (WKN A1CUGJ). Investments in ähnliche Fonds sahen wir in den letzten Monaten gehäuft und darüber haben wir auch schon berichtet. Deshalb, und weil „der FT AccuGeld (G) …. eine speziell für Großanleger aufgelegte Anteilklasse des Geldmarktfonds FT AccuGeld“ ist, wie es in den Anlegerinformationen heißt, gehen wir an dieser Stelle auf dieses Vehikel nicht weiter ein. Das gilt dann auch für das bei den Topkäufen zweitplatzierte Wertpapier, das vom selben Fondstyp ist und daher eine Mindestanlageschwelle hat, die für die meisten Privatanleger viel zu hoch sein dürfte.
Beim viertplatzierten Papier handelt es sich um einen aktiv gemanagten US-Aktienfonds, der in Value-Aktien bzw. in ein substanzwertorientiertes Portfolio investiert. Man glaubt also hier bei den ausgewählten Aktien, dass deren aktueller Kurs ihren tatsächlichen Wert nicht adäquat abbildet bzw. dass er zu niedrig ist und setzt darauf, dass das in näherer oder fernerer Zukunft einmal anders sein wird. Zwar ist auch die hier gelistete Anteilklasse des Fonds für Institutionelle gedacht, es gibt aber auch Anteilklassen, die für interessierte Privatanleger geeignet sind bzw. geringere Mindestinvestitionssummen vorsehen. Die Wertentwicklung des Fonds wird laut Anlegerinformation für 2016 mit plus 15,2% angegeben, für 2015 mit minus 6% und für 2014 mit plus 14,6%.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | JPMorgan-US Value Fund I(dist)USD | A1W5WD |
| 2. | Unilever (DZB) 06/17.92 | DG82T8 |
| 3. | ICS-Euro Liquidity (Acc.) EUR | A0DPJF |
| 4. | Cap Gemini S.A XPAR | 869858 |
| 5. | Prudential PLC XLON | 852069 |
Kommen wir nun zu den Aktieninvestments der Woche. Zunächst ist vorauszuschicken, dass unter den von uns erfassten Vermögensverwaltern jene mit den offensivsten Depots von den Aktien-Kursanstiegen seit Beginn des Jahres wie zu erwarten auch am meisten profitierten. Das lässt sich auch gut mit unseren Zahlen belegen: Unsere aktienlastigste und damit höchste Risikoklasse V, die dynamische, wies am Ende der Berichtswoche die höchste YTD-Performance aller Klassen mit 3,71% auf. Die Wertentwicklung seit Jahresbeginn etwa bei der ausgewogenen Risikoklasse III liegt mit 2,05% deutlich dahinter. Soviel zu den Performance-Durchschnittswerten in Abhängigkeit von der Aktienquote.
Wenden wir uns jetzt den Veränderungen durch Käufe zu. Im Hinblick auf die Topkäufe ragt im Aktiensegment das Papier von Cap Gemini besonders heraus. Nachdem der Kurs in den Vorwochen nochmals einen Sprung nach oben machte, hat sich eine Verwaltung zu Beginn der Berichtswoche – wohl auch aufgrund günstiger Prognosen – zum Kauf entschlossen. Das Papier schaffte es damit sowohl in das Topranking der Absolutbeträge wie auch in das Topranking der Portfolioanteile der Käufe. Eine Platzierung in Letzterem zeigt die „Wertschätzung“ durch eine Verwaltung besser an als eine Positionierung unter den first five im absoluten Ranking. Denn es zeigt die Bereitschaft zu (häufig zusätzlicher) „Konzentration“ auf ein Papier und für ein entsprechendes Risiko. Das Topranking sagt darüber „an sich“ nichts aus. Portfoliotheoretisch und damit auch strategisch ist also das relative Ranking der Topkäufe die wichtigere Veränderungsgröße – auch wenn man manchmal der Neigung nachgibt, sich von der impliziten Tonnageideologie großer Beträge mehr beeindrucken zu lassen.
